Arbeitskammer des Saarlandes (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Arbeitskammer fordert mehr Fördermittel

mit Informationen von Karin Mayer   21.09.2020 | 12:45 Uhr

Aus Sicht der Arbeitskammer des Saarlandes braucht das Land zur Bewältigung der Corona-Krise mehr Fördergeld von Bund und EU. Dafür müsse die Landesregierung allerdings auch etwas leisten, hieß es bei der Vorstellung des Lageberichts 2020.

Video [aktueller bericht, 21.09.2020, Länge: 2:26 Min.]
Arbeitskammer: Saarland braucht mehr Förderung

Die Bewältigung der Corona-Krise im Saarland kann nur mit einem handlungsfähigen Staat gelingen, so die Arbeitskammer in ihrem diesjährigen Bericht an die Landesregierung. Der Markt regle nicht alles. Für das "Haushaltsnotlageland Saarland" müssten zusätzlich Fördermittel in Berlin und Brüssel eingeworben werden, fordert der Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, Thomas Otto. Die Landesministerien müssten dafür ressortübergreifend zusammenarbeiten.

Um Mittel zur Strukturförderung einwerben zu können, müsse das Saarland die Konzepte zur Wasserstoffwirtschaft schnell konkretisieren. Wasserstoff sei auch ein Zukunftsthema für die Mobilität in der Region. So könne der nachhaltige Umbau der Wirtschaftsstruktur gelingen.

Mehr Mitbestimmung

Arbeitskammer: Handlungsfähiger Staat gefragt
Audio [SR 3, Karin Mayer, 21.09.2020, Länge: 02:46 Min.]
Arbeitskammer: Handlungsfähiger Staat gefragt

Die Arbeitskammer fordert zudem Impulse für den Dienstleistungsbereich und die öffentliche Daseinsvorsorge. Schnelles Internet gehöre dazu ebenso wie digitale Bildung und Weiterbildung.

Und um Krisen und Veränderung bewältigen zu können, müsse die Politik die Mitbestimmung stärken. Denn eine Transformation im Sinne guter Arbeit könne nur gelingen, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse einbezogen würden.

Der Bericht an die Landesregierung ist wegen der Corona-Pandemie erstmals nicht im Juni vorgelegt worden. Am Montagnachmittag soll der Bericht in der Saarbrücker Staatskanzlei an Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) übergeben werden.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 21.09.2020 berichtet.

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