Nedschroef (Foto: SR)

Schraubenfabrik Nedschroef zieht positive Bilanz

Karin Mayer    08.09.2019 | 19:29 Uhr

Die Schraubenfabrik Nedschroef in Beckingen hat am Sonntag ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Nedschroef-Geschäftsführer Jörg Bosch sagte dem SR, der Standort habe herausfordernde Zeiten erfolgreich gemeistert. Vor vier Jahren stand das Unternehmen noch kurz vor dem Aus.

Der damalige Besitzer Whitesell hatte mit starken Preiserhöhungen die Kunden verprellt. Seit der Übernahme durch die niederländische Nedschroef-Gruppe sei vieles besser geworden, so Geschäftsführer Bosch. Die Gruppe habe in Maschinen und Gebäude investiert.

Trotz schwächelnder Autokonjunktur sei der Standort mit rund 90 Prozent gut ausgelastet. In den letzten Jahren konnte die Schraubenfabrik rund 50 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Aktuell verzichten die rund 190 Mitarbeiter noch auf Weihnachts- und Urlaubsgeld, um die Zukunft des Standortes zu sichern. 

Vier Insolvenzen in 150 Jahren

Nedschroef-Standort gut ausgelastet
Audio [SR 3, (c) SR, 08.09.2019, Länge: 00:45 Min.]
Nedschroef-Standort gut ausgelastet

Das Unternehmen wurde im Jahr 1869 gegründet und war lange in Familienbesitz. Um 1900 hatte der Standort über 1000 Beschäftigte und gehörte zu den wichtigsten Schraubenherstellern in Europa. Zur jüngeren Unternehmensgeschichte gehören vier Insolvenzen und mehrere Besitzerwechsel. 

Bei Nedschroef in Beckingen fand am Sonntag ein Tag der offenen Tür statt. Über die Unternehmensgeschichte konnte man sich dabei erstmals im firmeneigenen Museum informieren.  

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 07.09.2019 berichtet.

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