Alte Baumwollspinnerei, St. Ingbert (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Baustopp an der Baumwollspinnerei

  24.02.2017 | 13:34 Uhr

In St. Ingbert sieht die Zukunft des Albert-Weisgerber-Museums und der alten Baumwollspinnerei alles andere als rosig aus. Es ist unklar, ob und wann das Kunst- und Kulturzentrum eröffnet wird. Der private Investor sucht zurzeit eine neue Baufirma.

Die Arbeiten an der alten Baumwollspinnerei in St. Ingbert sind wieder gestoppt. Investor Werner Deller hat der ausführenden Baufirma Ottweiler Baugesellschaft (OBG) gekündigt, wie Vertreter der Stadt und des Stadtrates berichteten.

Grund dafür seien Nachkalkulationen der OBG bei Änderungen in der Bautätigkeit beziehungsweise bei der Planung. Diese sind offenbar höher ausgefallen, als dem Investor Recht war. Die OBG hat die Bautätigkeiten in der Baumwollspinnerei im November eingestellt.

Es droht ein Prozess

Deller will nun andere Baufirmen beauftragen, die Arbeiten an der Baumwollspinnerei fortzusetzen. Das könnte eine Prozesslawine auslösen und damit das Projekt erst einmal auf unbestimmte Zeit auf Eis legen, falls die OBG gegen ihre Kündigung klagt. Die Stadt St. Ingbert hat dabei wenig Einflussmöglichkeiten, denn die hat für 9,5 Millionen Euro zwei Etagen schlüsselfertig gekauft und ist in den Bau- und Planungsprozess somit nicht aktiv eingebunden.

Ob und wann das Museum in die alte Baumwollspinnerei einziehen wird, ist unklar. Im März soll der private Investor einen Ausschuss des St. Ingberter Stadtrats über den Stand der Dinge informieren.

Albert-Weisgerber-Preis ausgesetzt

Erst vor wenigen Tagen hatte der St. Ingberter Stadtrat beschlossen, vorerst den Albert-Weisgerber-Preis nicht mehr zu verleihen. Er soll erst wieder vergeben werden, wenn das Weisgerber-Museum in die alte Baumwollspinnerei eingezogen ist.

Über dieses Thema berichteten auch die Hörfunknachrichten des SR am 24.02.2017.

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