Ein Richtkranz weht auf dem Dachstuhl eines neu errichteten Einfamiliernhauses. (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Bauland im Saarland wird teurer

  26.08.2021 | 11:48 Uhr

Bauland in Deutschland war noch nie so teuer wie im Jahr 2020. Auch im Saarland sind laut Statistischem Bundesland die Preise für baureifes Land in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Im bundesweiten Vergleich ist ein Kauf im Saarland aber immer noch günstig.

Der Quadratmeterpreis im Jahr 2020 für baureifes Land im Saarland betrug 109,18 Euro. Das war laut Statistischem Bundesamt der zweitniedrigste Wert in Westdeutschland hinter Niedersachsen (101,64 Euro).

Nur in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt (45,64 Euro), Thüringen (52,77 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern (62,56 Euro) war es noch günstiger an Bauland zu kommen.

Hamburg und Berlin besonders teuer

Am teuersten ist der Quadratmeterpreis für Bauland in den Stadtstaaten Hamburg (1128,34 Euro) und Berlin (931,49 Euro). Im Nachbarbundesland Rheinland-Pfalz lag der Preis bei 143,33 Euro pro Quadratmeter.

Im bundesweiten Schnitt kostete ein Quadratmeter baureifes Land im Jahr 2020 rund 199 Euro. Im Jahr 2010 hatte er noch bei 130 Euro gelegen. Der Preis für ein Quadratmeter baureifes Land betrug im Saarland im Jahr 2010 noch 78,66 Euro.

Die Gewerkschaft IG Bau erwartet nach dem erneuten Rekordpreis ein Handeln von der kommenden Bundesregierung. "Sie muss die Spekulation aus dem Bauland herauskriegen. Immobilien und damit auch Baugrundstücke nach zehn Jahren steuerfrei verkaufen – da muss der Staat endlich einen Riegel vorschieben. Wer Riesen-Wohnungspakete per Share-Deal kauft, zahlt keinen Cent Grunderwerbsteuer. Auch das muss ein Ende haben", fordert IG BAU-Chef Robert Feiger.

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