Eingerüsteter Rohbau eines Einfamilienhauses in einem Neubaugebiet. (Foto: picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Schon 410 Anträge auf Baukindergeld

Axel Wagner   04.11.2018 | 09:28 Uhr

Das Baukindergeld ist auch im Saarland gefragt: Seit der Einführung sind bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) insgesamt 410 Anträge eingegangen, wie die Bank dem SR auf Anfrage mitteilte.

Seit Mitte September kann das Baukindergeld beantragt werden.  Bundesweit waren bis Ende Oktober schon 27.318 Anträge eingegangen, die Fördersumme: mehr als 500 Millionen Euro. Acht Millionen davon sollen ins Saarland gehen.

Nach einer Studie der Landesbausparkasse Saar (LBS) und des Forschungsinstituts empirica ist die Zahl der Familien, die sich erstmals Wohneigentum leisten können, auf etwa 700 gestiegen.

Das sind die Voraussetzungen

Mit dem Baukindergeld will die Bundesregierung Familien mit Kindern den Kauf und Bau von Immobilien finanziell erleichtern. Maximal 12.000 Euro pro Kind können die Eltern bekommen. Wer es bekommen will, muss zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben oder eine Baugenehmigung erhalten haben. Weitere Voraussetzungen sind:

  • Es muss mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt leben, für das die Familie Kindergeld erhält.
  • Das Haushaltseinkommen darf bei einem Kind pro Jahr maximal 90.000 Euro betragen. Mit jedem weiteren Kind steigt diese Grenze um 15.000 Euro an.
  • Der Antragsteller darf keine weitere Wohnimmobilie in Deutschland besitzen. Ferienwohnungen oder Immobilien in Frankreich oder Luxemburg sind davon nicht betroffen.

Anträge können bis Ende 2023 bei der KfW gestellt werden.

Politik & Wirtschaft
Baukindergeld: Anträge ab sofort möglich
Familien und Alleinerziehende können von nun an das im Vorfeld umstrittene Baukindergeld beantragen. Damit will die Bundesregierung Familien den Weg zum Eigenheim erleichtern. Wie hoch sind die Zuschüsse? Wer wird gefördert und wann muss der Antrag gestellt werden? SR.de hat die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 04.11.2018 berichtet.

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