Ein Weißstorch steht klappernd auf seinem Nest (Foto: dpa/Holger Hollemann)

Baukindergeld fördert kaum Neubauten

Axel Wagner   06.05.2019 | 09:59 Uhr

Das Baukindergeld wird in Deutschland vor allem zum Kauf von bereits bestehenden Häusern und Wohnungen genutzt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Bundesweit wurden bisher 84 Prozent aller Anträge für Bestandsbauten gestellt, im Saarland sind es sogar knapp 92 Prozent.

Nur 100 Anträge auf Baukindergeld für Neubauten sind aus dem Saarland bisher eingegangen, dafür aber 1126 Anträge für den Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl betrachtet liegt das Saarland damit auf Platz 6 aller Bundesländer, knapp hinter Rheinland-Pfalz. Die meisten Anträge kamen aus Brandenburg. Insgesamt wurden bislang 82.815 Anträge mit einem Gesamtvolumen von knapp 169 Mio. Euro bewilligt, davon 69.239 für Bestandsbauten.

Seit der Einführung des Baukindergeldes sind sowohl die Preise für Immobilien und Grundstücke als auch die Mieten weiter stark gestiegen. Darauf hat die Bundesregierung noch keine konkrete Antwort. Man wolle dem mit einem „breiten Maßnahmenpaket“ begegnen, um „Hemmnisse für eine weitere Angebotsausweitung zeitnah zu überwinden“.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 06.05.2019 berichtet.

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