Bank 1 Saar (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Weitere Bankenfusion im Saarland perfekt

  30.11.2018 | 15:36 Uhr

Die Fusion der Bank 1 Saar mit der "Unsere Volksbank St. Wendeler Land" ist perfekt. Vertreterversammlungen beider Häuser sprachen sich einstimmig dafür aus. Der Zusammenschluss soll zum 1. Januar erfolgen und dann schrittweise im Jahresverlauf umgesetzt werden. Fusionsbedingte Filialschließungen sind nicht geplant.

Die beiden Banken erhoffen sich von dem Zusammenschluss "erhebliche Synergien" beispielsweise bei der Bankenregulatorik und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand. Zudem begegne man mit diesem Schritt den Herausforderungen, die sich aus der Niedrigzinsphase, der Digitalisierung und dem veränderten Kundenverhalten ergeben. Die neue Bank wird eine Bilanzsumme von vier Milliarden Euro haben und damit weiterhin die größte Genossenschaftsbank im Saarland sein.

Filialnetz soll erhalten bleiben

Der Kunde soll von der Fusion nichts spüren, heißt es in einer Mitteilung. Die Volksbank aus dem St. Wendeler Land werde auch weiterhin unter ihrem alten Namen fortgeführt. Betriebsbedingte Kündigungen stünden nicht an. Zudem ergänze sich das Geschäftsstellennetz ideal, bislang gebe es kaum Überschneidungen. Fusionsbedingt sollen daher auch keine Filialen geschlossen werden.

Nach dem Zusammenschluss wird es künftig nur noch sechs Volksbanken und Raiffeisenbanken im Saarland geben. Die "Unsere Volksbank St. Wendeler Land" war vor zwei Jahren durch das Zusammengehen der St. Wendeler Volksbank mit der Volksbank Nahe-Schaumberg entstanden. Erst im vergangenen Sommer waren die Vereinigte Volksbank VVB und die Vereinigte Volksbank Saarlouis zusammengegangen. Kurz darauf verkündete die VVB, ein Drittel seiner bisherigen Filialen zu schließen und auch das Netz an Geldautomaten auszudünnen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 30.11.2018 berichtet.

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