Ein Sparbuch und einige Euroscheine (Foto: picture alliance / dpa | Daniel Karmann)

Banken im Saarland haben Negativzinsen abgeschafft

  19.08.2022 | 13:20 Uhr

Negativzinsen auf private Bankguthaben sind aufgrund der Leitzinsänderung durch die EZB weitgehend Geschichte – auch im Saarland, wie eine Nachfrage bei den hiesigen Kreditinstituten zeigt.

Seit der Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 21. Juli haben laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox vier von fünf Banken die Negativzinsen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto abgeschafft. Noch vor knapp vier Wochen verlangten 424 Banken sogenannte Verwahrentgelte von ihren Privatkundinnen und -kunden – nun sind es noch 79.

Auch im Saarland haben seit 2020 immer mehr Kreditinstitute Verwahrentgelte erhoben. Sie sahen sich durch die Konditionen der EZB dazu gezwungen, um nicht selbst Verlustgeschäfte zu machen. Da sie nun keine Strafzinsen mehr bezahlen müssen, entfällt für sie auch die Grundlage, ihre Kundinnen und Kunden länger mit Negativzinsen zu belasten. Viele Banken haben sie denn auch wieder abgeschafft.

Seit Ende Juli keine Negativzinsen mehr

Die Änderung der EZB, den Leitzins von 0,00 auf 0,50 Prozent zu erhöhen, trat mit Wirkung vom 27. Juli in Kraft. "Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurden bei allen saarländischen Sparkassen keine Verwahrentgelte mehr berechnet", sagt Benjamin Kirsch, Sprecher des Sparkassenverbands Saar.

Auch die Vereinigte Volksbank aus Saarlouis und die Bank1Saar verlangen seit Ende Juli kein Verwahrentgelt mehr. Zuvor mussten Kundinnen und Kunden von Bank1Saar bei einem Guthaben über 100.000 Euro ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent zahlen. Die Sparda-Bank Südwest hatte bereits zum 1. Juli Verwahrentgelte abgeschafft.

Bei der Sparkasse Saarbrücken fielen auf Girokonten ab 25.000 Euro, auf Sparkonten ab einem Guthaben von 75.000 Euro Verwahrzinsen an.

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