Das Logo der Deutschen Bahn ist an einem Zug zu sehen. (Foto: SR)

GDL und Bahn einigen sich

  16.09.2021 | 11:07 Uhr

Die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Insgesamt soll es für die Beschäftigten 3,3 Prozent mehr Lohn geben. Vorausgegangen waren Streiks, die auch im Saarland zu massiven Behinderungen im Zugverkehr geführt hatten.

Zum 1. Dezember steigen die Bezüge der Bahnbeschäftigten zunächst um 1,5 Prozent, dann am 1. März 2023 um weitere 1,8 Prozent. Darauf haben sich die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn geeinigt, wie beide am Donnerstag mitteilten. Am 1. Dezember erhalten die Beschäftigten außerdem je nach Lohngruppe eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

GDL stimmt Umstrukturierung zu

Am 1. März 2022 soll eine weitere Corona-Prämie von einheitlich 400 Euro fließen. Die GDL willigte außerdem in die geplante Umstrukturierung der betrieblichen Altersvorsorge ein. Das bisherige System der Zusatzrente werde ab 2022 nur für Bestandsmitarbeiter fortgesetzt, hieß es.

Erstmals schließt die GDL neben dem Zugpersonal auch Tarifverträge für Mitarbeitende in Werkstätten und in der Verwaltung, jedoch nicht für die Infrastruktur. Geeinigt haben sich beide Seiten demnach auch auf ein Verfahren, mit dem festgestellt wird, welche Gewerkschaft in den jeweiligen Bahn-Betrieben die Mehrheit hat. Davon hängt nach dem Tarifeinheitsgesetz ab, welcher Tarifvertrag angewandt wird. Die GDL hat in 16 der rund 300 Bahn-Betriebe die Mehrheit, in 71 Betrieben muss es noch festgestellt werden.

Streik sorgte für Probleme im Saarland

Der Streik der Lokführer, der Anfang vergangener Woche nach mehreren Runden zu Ende gegangen war, hatte auch im Saarland für große Probleme gesorgt. Vor allem der Regionalverkehr war stark betroffen. Bundesweit fielen bis zu 60 Prozent der Verbindungen aus.

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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 16.09.2021 berichtet.

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