das Hallenbad in Bexbach (Foto: Marc Drumm (SR))

Weiter kein Konzept für die Schwimmbäder

Sandra Schick / mit Informationen von Kristin Luckhardt   18.12.2016 | 10:21 Uhr

Wie geht es mit den Schwimmbädern des Landes weiter? Müssen Bäder geschlossen werden? Diese Fragen bleiben weiter offen, denn die Fertigstellung des Bäderkonzepts der Landesregierung verzögert sich weiter. Das Innenministerium teilte dem SR mit, es bestehe noch "Abstimmungsbedarf". Ursprünglich sollte das Konzept bis zum Sommer vorliegen.

Anfang des Jahres hatte die Landesregierung angekündigt, ein Bäderkonzept zu erarbeiten. Darin sollte ein Vorschlag für die zukünftige Gestaltung der Bäderlandschaft im Saarland gemacht werden. Auslöser für die Erarbeitung des Konzepts war unter anderem das "Junkernheinrich-Gutachten", das zu dem Schluss kam, dass sich das Saarland zu viele Schwimmbäder leistet. In den vergangenen zwölf Jahren waren im Saarland bereits acht Hallenbäder geschlossen worden.

Der ursprüngliche Zeitplan sah vor, dass das Konzept bis zum Sommer vorliegen sollte. Doch es lässt auch zum Jahresende weiter auf sich warten. Die Landesregierung teilte dem SR mit, es bestehe noch immer "Abstimmungsbedarf".

St. Wendel legte eigenes Bäderkonzept vor

Das Landreis St. Wendel hat bereits vor kurzem einen eigenen Weg eingeschlagen und ein eigenes Bäderkonzept für die sieben Bäder im Landkreis erarbeitet. Die Kernaussage: Die Bäderlandschaft im Kreis soll so erhalten bleiben, wie sie ist. Um das zu finanzieren, soll der Landkreis die sieben Bäder jährlich mit knapp einer halben Million Euro subventionieren.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten am 18.12.2016 berichtet.

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