das Hallenbad in Bexbach (Foto: Marc Drumm (SR))

Land will eigenes Bäderkonzept erarbeiten

Marc Drumm / Onlinefassung: Kasia Hummel   21.01.2016 | 08:00 Uhr

Viele Schwimmbäder mussten in den vergangenen Jahren im Saarland geschlossen worden. Bislang fühlten sich die Kommunen mit dem Problem eher allein gelassen. Nun kommt Hilfe von der Landesregierung.

Lange wurde es gefordert, nun soll es von der Landesregierung erarbeitet werden – das Bäderkonzept. Innenminister Klaus Bouillon fordert eine sinnvolle Lösung. „Wenn man die Anzahl der Bäder und die Defizite zusammenrechnet, reden wir über viele viele Millionen Euro. Diese Unkosten können auf Dauer nicht getragen werden“, so der CDU-Politiker. Im Februar trifft sich deshalb eine Arbeitsgruppe. Sie besteht aus Ministerien, Städte- und Gemeindetag sowie Vereinsmitgliedern und soll konkrete Vorstellungen erarbeiten.

Als Grundlage dient dabei eine aktuelle Bestandserhebung des Landes. Demnach sind in den letzten zwölf Jahren acht Hallenbäder geschlossen worden. Das entspricht einem Rückgang um 21 Prozent. Noch drastischer entwickelte sich die Situation bei den kleineren Lehrschwimmbecken in denen ein Großteilt der Anfängerkurse stattfindet: Von 27 sind lediglich noch neun übrig. Das bedeutet ein Reduzierung um 70 Prozent.

Schon jetzt ist aber klar, dass es eine finanzielle Hilfe vom Land nicht geben wird. Auch den Wegfall weiterer Bäder schließen weder der Minister noch Schwimmbund aus. Das dadurch eingesparte Geld soll dann aber in die Modernisierung anderer investiert werden.

DLRG stellt konkrete Anforderungen

Das Landeskonzept könnte schon im Sommer vorgestellt werden. Nach Ansicht der DLRG muss es aber konkrete Anforderungen erfüllen. Kernziel eines solchen Konzeptes müsse es sein, dass große schwarze Flecken auf der Landkarte ausbleiben. "Das heisst, dass die Bäder für uns als Schwimmausbilder erreichbar bleiben, wir dort ausreichend Zeiten haben und das zu erschwinglichen Preisen", so Oliver Zangerle. Das Bäderkonzept wird allerdings nur ein Vorschlag sein. Über die Umsetzung muss dann die Kommune entscheiden.

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