Kinder lernen im Schwimmbad das Schwimmen (Foto: Marc Drumm/SR)

Zehn Millionen Euro für Bäder im Saarland

mit Informationen von Marc Drumm   12.01.2017 | 20:35 Uhr

Die Landesregierung will in diesem und dem kommenden Jahr je fünf Millionen Euro für die Sanierung der saarländischen Bäder zur Verfügung stellen. Das geht aus dem Bäderkonzept hervor, das Innenminister Bouillon vor dem Innenausschuss des Landtags vorgestellt hat.

Aber nicht nur finanzielle Hilfe soll geleistet werden, die Landesregierung plant zusätzlich auch ein neues Lehrschwimmbecken für Schulen, Vereine und DLRG zum Schwimmunterricht zu bauen. Dafür werden Kosten in Höhe von 3 bis 3,5 Millionen Euro eingeplant, erklärte Bouillon. Der Standort für das Schwimmbecken steht noch nicht fest, nach SR-Informationen könnte das Becken aber entweder nach Saarlouis oder nach Neunkirchen kommen.

Programm zur Sanierung noch nicht konkret

Wie genau die Investitionen eingesetzt werden, sagte Bouillon bei der Vorstellung nicht. Er verwies darauf, dass in den nächsten Wochen ein Programm zur Sanierung der Bäder aufgestellt werde. Das sorgte für Kritik aus den Reihen der SPD und der Grünen, da sie in Boullions Konzept konkrete Vorstellungen für Kooperationen vermissten. Der Grünen-Politiker Klaus Kessler erklärte, das vorgelegte Konzept sei eine reine Bestandsaufnahme. Es gebe darin keine Vorschläge, wie die Schwimmstätten ihre Finanzprobleme künftig nachhaltig lösen könnten.

Interkommunale Zusammenarbeit gefordert

Diesbezüglich verwies Bouillon auf die interkommunale Zusammenarbeit. Es gebe 30 Gemeinden mit Bädern und 22 Gemeinden, die dadurch profitierten, keine Unkosten zu haben. Hier sei der kommunale Geist gefordert. Nach Angaben des Innenministers beläuft sich das jährliche Defizit der Bäder auf rund 28 Millionen Euro, die Sanierungskosten auf rund 70 Millionen.  

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