Arbeiterwohlfahrt Saarland (Foto: SR)

Tarifrunde bei der Awo Saarland bislang ergebnislos

  23.07.2019 | 15:16 Uhr

Für die rund 5200 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Saarland ist die zweite Tarifverhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete das Angebot der Awo als nicht ausreichend.

Als Kernproblem nennt Verdi die unterschiedlich hohen Entgeltsteigerungen der einzelnen Beschäftigten. Hier gebe es teilweise Unterschiede von mehr als zehn Prozent. Die Arbeitgeberseite bevorzuge Pflegefachkräfte, während Beschäftigte etwa im Verwaltungsbereich nur minimal mehr Geld bekommen sollen, heißt es vonseiten der Gewerkschaft. „Von Lohnsteigerungen müssen alle Beschäftigten gleichermaßen profitieren, da auch alle gleichermaßen gute Arbeit leisten“, so Verdi-Verhandlungsführer Mirko Gelfert.

Mehr Geld für „Holen aus dem Frei“

Verdi fordert die Übernahme der aktuellen Tabellenentgelte aus dem öffentlichen Dienst. Für Pflegekräfte etwa würde das zwischen 150 und 310 Euro mehr bedeuten. Außerdem will die Gewerkschaft eine Zulage für das sogenannte „Holen aus dem Frei“ erreichen, da es bei der Awo nach Verdi-Angaben häufig zu kurzfristigen Dienstplanänderungen kommt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 23.07.2019 berichtet.