AWO-Pfleger mit Senior beim Abendessen. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

Warnstreik bei AWO-Beschäftigten

Mit Informationen von Karin Mayer   23.04.2021 | 13:36 Uhr

Im Tarifstreit mit der Arbeiterwohlfahrt AWO hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ganztägig in den Warnstreik gerufen. Rund 80 Prozent der zum Streik aufgerufenen Beschäftigten hätten ihre Arbeit am Freitag niedergelegt, teilte Verdi mit.

Die restlichen 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten einen Notdienst in Form einer Mindestbetreuung in den Einrichtungen übernommen. Das teilte ein Verdi-Sprecher mit. Zum Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft rund 100 Beschäftigte im Saarland.

Für die insgesamt rund 5200 Beschäftigten der AWO im Saarland fordert Verdi eine gleiche Bezahlung wie im öffentlichen Dienst der Länder. Denn Beschäftigte des Landes verdienten demnach im Durchschnitt 200 Euro mehr als die AWO-Mitarbeiter.

Angebot: 4,1 Prozent mehr Geld

Der Sprecher der Arbeiterwahlfahrt, Jürgen Nieser, sagte dem SR, die AWO sei bereit, über die Tarifstruktur zu sprechen. Der Arbeitgeber habe 4,1 Prozent mehr bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

In den AWO Werkstätten in Ensdorf und Dillingen werden 200 Menschen mit Behinderung von 110 Beschäftigten betreut.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.04.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja