Mitarbeiter werden in einem Trainingsbereich für die Produktion von Elektroautos geschult. (Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt)

Gemeinsam den Wandel der Autoindustrie gestalten

Mit Informationen von Yvonne Schleinhege und Friedrich Max   05.04.2022 | 19:27 Uhr

Welche Zukunft hat die Wasserstofftechnologie in der Großregion? Unter anderem um diese Frage ging es am Dienstag es beim Branchentreffen der Autoindustrie in Homburg. An der hängen in der Großregion über 450.000 Arbeitsplätze.

Rund 150 Teilnehmer aus dem Saarland, Luxemburg, Grand-Est, Rheinland-Pfalz und der Wallonie haben sich in Homburg zum Automotive Day getroffen. Das Branchentreffen von Unternehmen, Verbänden und Forschungsinstituten mit mehr als 20 Ausstellern fand bei Michelin statt.

Akteure zusammenbringen

Über 2500 Unternehmen mit über 450.000 Arbeitsplätzen hängen in der Großregion an der Automobilindustrie. Sie alle stehen vor der gleichen Herausforderung, die Transformation weg vom Verbrenner und hin zu klimafreundlicheren Technologien zu gestalten.

Automotive-Day: Welche Zukunft hat der Wasserstoff-Antrieb?
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 05.04.2022, Länge: 03:09 Min.]
Automotive-Day: Welche Zukunft hat der Wasserstoff-Antrieb?

Neben der E-Mobilität sind auch die Wasserstofftechnologie und Brennstoffzellen ein Zukunftsfeld. Mehr als 20 Automobilzulieferer aus der Großregion stellten ihre Top-Technik zum Thema vor, darunter auch Reifenhersteller Michelin. Der will unter anderem Wasserstoff-Lkw und -Autos an andere Dienstleister vermitteln und die passende Infrastruktur zum Tanken schaffen.

Veranstaltungsort bewusst gewählt

Das Michelin-Reifen-Werk als Veranstaltungsort sei nicht zufällig ausgewählt, so Pascal Strobel von automotive.saarland. Noch habe das Unternehmen keine Wasserstoffaktivitäten am Standort Homburg, doch man investiere in diesem Bereich. Vielleicht könne davon auch das Werk Homburg profitieren, so Strobel, auch wenn man zeige, welche Aktivitäten es bereits im Umfeld gebe.  

Die passende Infrastruktur für Wasserstoff fehlt in der Großregion noch. Strobel ist jedoch zuversichtlich. „Die Aussichten sind da, und gerade im Nutzfahrzeugbereich ist zu erwarten, dass es einen Markthochlauf geben wird.“ Elektrofahrzeugbatterien seien schwer, was die Zuladungsmöglichkeiten begrenze. „Und da kann die Brennstoffzelle eben auch elektrifizieren, und das ohne ein großes Gewicht schleppen zu müssen.“

Video [aktueller bericht, 05.04.2022, Länge: 3:03 Min.]
„Automotive Day“ der Großregion in Homburg

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 05.04.2022.

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