Getriebegehäuse liegen am Fließband zur Montage bereit (Foto: Karin Mayer/SR)

Weitere Stillstände bei Zulieferern erwartet

Karin Mayer   19.03.2020 | 10:39 Uhr

Weil immer mehr Autohersteller ihre Produktion coronabedingt aussetzen, stehen die Zulieferer unter Druck. Der Branchenverband automotive Saarland erwartet bereits weitere Produktionsstillstände in der Zulieferindustrie.

Video [aktueller bericht, 19.03.2020, ab 13:30 Min.]
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Wenn die Autohersteller die Produktion vorübergehend einstellen, seien die Zulieferer gezwungen nachzuziehen, sagte Pascal Strobel von automotive Saarland dem SR. Er erwartet, dass es auch zu Produktionsstillständen in weiteren Unternehmen kommt. Dadurch könne auch die Ausbreitung des Coronavirus vermieden werden. Die erweiterte Kurzarbeiterreglung entlaste die Betriebe, dennoch seien die Corona-Erkrankungen mit starken wirtschaftlichen Einschnitten verbunden.

Martin Schlechter von der Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände sieht wirtschaftliche Folgen und Hilfebedarf in allen Branchen. Kleine Betriebe seien auf Finanzhilfen angewiesen, Großbetriebe könnten von der Kurzarbeiterregelung profitieren. 

Unternehmen beraten Vorgehen

Sowohl das Bosch-Werk in Homburg als auch die ZF Werk beraten derzeit über das weitere Vorgehen. Der Haustechnik-Hersteller Hager setzt derzeit in Blieskastel die Arbeit fort. Die Standorte in Frankreich und Italien wurden vorübergehend stillgelegt. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.03.2020 berichtet.

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