Ein Ladekabel steckt an einem Auto. (Foto: picture alliance/Christoph Soeder/dpa)

"E-Mobilität ist nicht allein die Zukunft"

  05.11.2019 | 16:10 Uhr

Bis zu 6000 Euro Prämie für den Kauf eines Elektroautos und zusätzliche 50.000 öffentliche Ladesäulen in den nächsten drei Jahren - das waren am 4. November die wohl wichtigsten Beschlüsse beim Berliner Autogipfel. Im Saarland werden die Pläne unterschiedlich aufgenommen.

Bundesregierung setzt voll auf das E-Auto
Audio [SR 2, Jochen Erdmenger, 05.11.2019, Länge: 05:09 Min.]
Bundesregierung setzt voll auf das E-Auto

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) bezeichnet die Ergebnisse des Autogipfels als "richtigen Schritt". Allerdings vermisse sie beispielsweise Aussagen zur Wasserstoffstrategie seitens des Bundeswirtschaftsministers. "E-Mobilität ist nicht allein die Zukunft," so Rehlinger.

Auch der Geschäftsführer des Vereins "Autoregion", Armin Gehl, schließt sich dieser Aussage an. Er teilte mit, man halte die alleinige Fokussierung auf batteriebasierte Fahrzeugantriebe für "unrealistisch" und "nicht richtig". Die Zukunft der Fahrzeugantriebe werde neben der Batterielektrik auch bei synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoffantrieben liegen. Ähnlich sieht das der saarländische Linken-Abgeordnete Jochen Flackus. Er sagte, es wäre "absolut falsch", ausschließlich auf Elektroautos zu setzen. Vielmehr gehöre die Zukunft einem "vernünftigen Mix aus verschiedenen Technologien".

Grüne fordern mehr Schnellladepunkte

Die saarländischen Grünen fordern die Landesregierung dazu auf, ein Förderprogramm für Schnellladepunkte aufzulegen. Der dringend notwendige Ausbau der Ladepunkte werde seit Jahren verschlafen, sagte der Bundestagsabgeordnete Markus Tressel. Aktuell gebe es nur acht Schnellladepunkte im Land.

Insgesamt gibt es im Saarland derzeit nach Angaben des Wirtschaftsministeriums mindestens 39 Ladestandorte für Elektrofahrzeuge mit insgesamt 78 Ladepunkten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 05.11.2019 berichtet.

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