Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin einer tierexperimentellen Forschungseinrichtung hat in einem Labor eine Maus auf der Hand (Foto: picture alliance/Friso Gentsch/dpa)

Alternativen zu Tierversuchen ausgezeichnet

Denise Friemann / Onlinefassung: Anne Staut   20.07.2022 | 18:00 Uhr

Die Wissenschaftler Albert Omlor von der Saar-Uni und Jennifer Herrmann vom Saarbrücker Helmholtz-Institut haben Forschungsmethoden entwickelt, durch die Tierversuche vermieden werden können. Dafür wurden beide im April mit dem Preis für alternative Methoden zu Tierversuchen des saarländischen Umweltministeriums ausgezeichnet. Wegen der Coronapandemie fand die Preisverleihung erst am Mittwoch statt.

Das saarländische Umweltministerium hat am Mittwoch einen Preis für alternative Methoden zu Tierversuchen verliehen. Gemeinsam mit dem Ministerium für Finanzen und Wissenschaft und der Staatskanzlei prämiert es den Wissenschaftler Dr. Albert Omlor von der Saar-Uni.

Er hat eine Methode entwickelt, um medizinische Herz-Lungen-Maschinen statt an lebendigen Tieren mit Blutkonserven zu testen. Omlor teilt sich den Preis mit der Wissenschaftlerin Dr. Jennifer Herrmann vom Saarbrücker Helmholtz-Institut, die mit Experimenten an Zebrafisch-Larven Tierversuche vermeidet.

Insgesamt 10.000 Euro Preisgeld

Die Preisträger bekommen je 5000 Euro Preisgeld. Ab sofort soll der Preis alle zwei Jahre verliehen werden, so der Staatssekretär des Umweltministeriums Sebastian Thul. Die Gewinner des Preises wurden bereits Ende April bekannt gegeben, coronabedingt konnte die Verleihung allerdings erst am Mittwoch stattfinden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 20.07.2022 berichtet.

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