Rüdiger Schneidewind  (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Schneidewind tritt aus SPD aus

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   04.03.2022 | 19:25 Uhr

Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur sogenannten Detektivaffäre ist der suspendierte Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind aus der SPD ausgetreten. Das hat er bei einer Sondersitzung des SPD-Stadtverbandes bekannt gegeben. Sein Amt als Oberbürgermeister will er offenbar nicht niederlegen.

Seinen Parteiaustritt erklärte der 53-jährige Rüdiger Schneidewind am Freitagabend auf einer auf seinen Wunsch hin einberufenen Sitzung des SPD-Stadtverbands. Schneidewind sagte, er wolle mit seinem Schritt Schaden von seiner Partei abwenden.

Die Auseinandersetzung um ihn und sein Amt solle nicht in den Landtagswahlkampf gezogen werden. Deshalb habe er sich entschlossen, aus der Partei auszutreten. Sein Amt als Oberbürgermeister will er aber offenbar nicht niederlegen, sondern den Ausgang des laufenden Disziplinarverfahrens abwarten.

Schneidewind tritt aus SPD aus
Audio [SR 3, Thomas Gerber, 05.03.2022, Länge: 00:58 Min.]
Schneidewind tritt aus SPD aus

Urteil gegen Schneidewind rechtskräftig

Die SPD-Kreisvorsitzenden Esra Limbacher und Christine Streichert-Clivot erklärten, man respektiere Schneidewinds Entscheidung, die aufgrund der aktuellen Auseinandersetzungen wohl leider unausweichlich sei.

Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs von Donnerstag ist das Urteil des Landgerichts gegen Schneidewind rechtskräftig. Wegen der Beauftragung von Privatdetektiven zur Überwachung von Mitarbeitern des Baubetriebshofs muss Schneidewind demnach eine Geldstrafe von gut 10.000 Euro zahlen. Damit ist er vorbestraft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.03.2022 berichtet.

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