Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) überreicht das neue Behördenschild vor dem Scheer-Tower an der Universität des Saarlandes an Arno Schönbohm, den Leiter des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationswirtschaft (BSI). (Foto: BeckerBredel)

BSI-Standort in Saarbrücken eröffnet

Carolin Dylla   14.06.2021 | 16:33 Uhr

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am Montag eine Außenstelle in Saarbrücken eröffnet. Damit ist das BSI die zweite Bundesbehörde mit einem Standort im Saarland. Auf dem Gelände des Saarbrücker Uni-Campus sollen die Sicherheitskonzepte des BSI gegen Hacker-Angriffe und der digitale Verbraucherschutz weiterentwickelt werden.

Rund eineinhalb Jahre, nachdem die Ansiedlung zum ersten Mal öffentlich wurde, wurde die Außenstelle des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik in Saarbrücken eingeweiht. Bei der Veranstaltung, die per Livestream auf dem YouTube- und Twitter-Kanal des BSI übertragen wurde, sprach neben dem Präsidenten des BSI Arne Schönbohm und Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) auch der Generaldirektor der französischen Partnerbehörde Guillaume Poupard.

Video [aktueller bericht am Sonntag, 14.06.2021, Länge: 2:55 Min.]
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik eröffnet Außenstelle auf Saarbrücker Campus

KI und Kooperation als Schwerpunkte

Ministerpräsident Hans verwies bei der Eröffnung auf die langjährige Forschungserfahrung an der Universität des Saarlandes. Es sei ein „einzigartiges Ökosystem für Künstliche Ingelligenz und Cybersicherheit“ entstanden. „Es ist eine große Freude für uns, dass mit dem BSI jetzt die wichtigste Zukunftsbehörde des Bundes den Weg ins Saarland gefunden hat und Teil unseres Exzellenzclusters wird.“ Der vom BSI geplante Ausbau der internationalen Zusammenarbeit passe perfekt zur Frankreichstrategie des Saarlandes und den Partnerschaften in der Großregion.

Auch BSI-Präsident Schönbohm sieht in der Forschung an Künstliche Intelligenz und in der europäischen Zusammenarbeit die Schwerpunkte für den Standort Saarbrücken. „Das BSI verfolgt damit das klare Ziel, eine weltweit führende Position zu Cybersicherheitsfragen in und mit KI-Systemen aufzubauen.“

Saarland als IT-Standort stärken

Die Arbeit der Außenstelle soll sich vor allem auf die Themen digitaler Verbraucherschutz und künstliche Intelligenz konzentrieren. Gerade für die Forschung im KI-Bereich sei der Standort im Saarland wegen der Nähe zu Frankreich und der engen Zusammenarbeit mit der Partnerbehörde dort von Vorteil, sagte BSI-Präsident Schönbohm im Interview mit der Saarbrücker Zeitung.

Als die Ansiedlung Ende 2019 erstmals öffentlich wurde, hatte Ministerpräsident Tobias Hans von einem „Sechser im Lotto“ für die Region gesprochen. Die Landesregierung erhofft sich davon, die Position des Saarlands als IT-Standort zu stärken und mit Blick auf den Strukturwandel neue Arbeitsfelder und Jobs zu schaffen. In der Außenstelle des BSI sollen zunächst 30 Arbeitsplätze entstehen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.06.2021 berichtet.

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