Ein Mann sitzt im Rollstuhl an seinem Arbeitsplatz (Foto: dpa/Stefan Puchner)

Nur wenige Firmen erfüllen Schwerbehindertenquote

Mit Informationen von Kristin Luckhardt   23.12.2018 | 09:09 Uhr

Im Saarland müssen viele Betriebe Geld zahlen, weil sie nicht genug Menschen mit einer Schwerbehinderung beschäftigen. In diesem Jahr haben nur 3,8 Prozent der Unternehmen die Vorgaben erfüllt.

Für knapp 1700 größere Betriebe im Saarland mit mindestens 20 Arbeitsplätzen gilt eine Schwerbehindertenquote. Das bedeutet: Sie müssen mindestens fünf Prozent der Stellen mit Menschen besetzen, die eine Schwerbehinderung haben. Erfüllen Unternehmen die Quote nicht, müssen sie pro unbesetztem Arbeitsplatz einen Ausgleich von 125 bis 320 Euro pro Monat bezahlen.

Das trifft für die überwiegende Mehrheit der Firmen zu – und es sind mehr als im vergangenen Jahr. Dementsprechend steigen auch die Einnahmen aus der Ausgleichsabgabe.

Ausgleichsabgabe bis November bei 5,7 Millionen Euro

In diesem Jahr zahlten die Unternehmen im Saarland bis Ende November bereits mehr als 5,7 Millionen Euro. Das Geld fließt unter anderem an Integrationsbetriebe und in die Schaffung neuer Arbeitsplätze für Schwerbehinderte.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 23.12.2018 berichtet.

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