Panzerhaubitze der Bundeswehr (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert)

Ukraine-Soldaten zur Ausbildung in Idar-Oberstein

  09.05.2022 | 09:11 Uhr

In Idar-Oberstein beginnt diese Woche die Ausbildung ukrainischer Soldaten zur Bedienung deutscher Panzerhaubitzen. Die Ukraine will zunächst 20 Soldaten herschicken, die schon einmal an Panzerhaubitzen gekämpft haben.

Deutschland liefert insgesamt sieben Panzerhaubitzen an die Ukraine. Die Waffensysteme sollen laut Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) aus einer laufenden Instandsetzung kommen und damit der Bundeswehr nicht unmittelbar fehlen. Auf dem Papier hat die Bundeswehr zwar derzeit 100 Panzerhaubitzen, davon sind aber laut Lambrecht nur 40 einsatzbereit.

20 Soldaten in Idar-Oberstein

Damit die ukrainischen Soldaten mit den schweren Selbstfahr-Geschützen umgehen können, werden sie ab dieser Woche in Idar-Oberstein ausgebildet. Die Ukraine wird zunächst 20 Soldaten zur Ausbildung nach Deutschland schicken, die schon einmal an Panzerhaubitzen gekämpft haben. Nähere Details sind nicht bekannt.

Die deutschen Geschütze sollen eine bereits zugesagte Lieferung der Niederlande von fünf Panzerhaubitzen vom Typ 2000 an die Ukraine ergänzen. Die Ausbildung der Soldaten in Idar-Oberstein erfolgt in Zusammenarbeit mit den Niederlanden.

Hintergrund

Bei den selbstfahrenden Panzerhaubitzen handelt es sich um schwere Artilleriegeschütze, die 40 Kilometer weit schießen können. Produziert werden sie von den deutschen Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall. Sie sind das Standardgeschütz der Artilleriebataillone der Bundeswehr.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 09.05.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja