Ein Mitarbeiter eines metallverarbeitenden Betriebes (Foto: dpa/Carsten Rheder)

Tarifrunde in Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   27.01.2021 | 15:30 Uhr

Die Tarifverhandlungen für die rund 40.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im Saarland sind am Mittwoch ohne Ergebnis geblieben. Die Verhandlungen sollen in drei Wochen weiter gehen.

Die IG Metall fordert für die Branche unter anderem vier Prozent mehr Gehalt - "das passt nicht in diese Zeit", teilte der Verband der Metall- und Elektroindustrie im Saarland (ME Saar) am Mittwoch mit. Auch wegen des zweiten Lockdowns sei es wichtig, Unternehmen den Rücken freizuhalten.

Tarifverhandlungen unter Corona-Bedingungen
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 27.01.2021, Länge: 03:17 Min.]
Tarifverhandlungen unter Corona-Bedingungen

Die IG Metall warf den Arbeitgebern nach der Verhandlungsrunde vor, sich "wegzuducken" und forderte sie auf, "Verantwortung für die Zukunft industrieller Arbeit" zu übernehmen.

Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 18. Februar schlug die IG Metall eine gemeinsame Arbeitsgruppe zwischen den Tarifvertragsparteien vor, die unter anderem Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung erarbeiten solle.

Kein Streik wegen Friedenspflicht

Noch bis Ende Februar gilt die Friedenspflicht, bis dahin darf nicht gestreikt werden. Die Auftragslage in den allermeisten Unternehmen sei aktuell sehr gut, ebenso wie die Aussichten. Davon müssten die Mitarbeiter nun auch profitieren, fordert die Gewerkschaft.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 27.01.2021 berichtet.

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