Arbeiter mit Schweißgerät (Foto: picture alliance / Daniel Reinhardt/dpa)

Erste Tarifrunde in Metall- und Elektroindustrie ohne Ergebnis

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   17.12.2020 | 16:03 Uhr

Ohne Einigung ist die erste Runde der Tarifverhandlungen für die über 40.000 Beschäftigten in der saarländischen Metall- und Elektroindustrie zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld. Beim Arbeitgeberverband ME Saar stößt dies angesichts der aktuellen Wirtschaftslage auf Unverständnis.

Coronabedingt in kleiner Runde und als Hybrid-Veranstaltung fand die erste Verhandlungsrunde der Metall- und Elektroindustrie am Donnerstag statt. Sie endete nach gut zwei Stunden erwartungsgemäß ohne Ergebnis, teilte der Arbeitgeberverband mit. Die beteiligten Parteien wollen die Verhandlungen am 27. Januar fortsetzen.

Die Gewerkschaft IG Metall will ein Gehaltsplus von vier Prozent. Sollte es in einzelnen Betrieben nicht genug Arbeit geben, sollen mit Hilfe einer Viertagewoche die Arbeitszeit verkürzt werden. Die Entgeltsteigerung könnte dann für einen Teillohnausgleich genutzt werden.

Ralf Reinstädtler von der IG Metall Homburg sagte dem SR, damit werde man auch der Tatsache gerecht, dass es manchen Betrieben aktuell gut gehe und anderen noch nicht. Zudem könne man durch Arbeitszeitverkürzung Arbeitsplätze halten, wenn die Arbeit auf mehreren Schultern verteilt wird.

Arbeitgeberverband sieht wenig Spielraum

Beim Arbeitgeberverband ME Saar sieht man derzeit in Sachen Gehalt wenig Spielraum, die Unternehmen hätten immer noch mit dem coronabedingten Umsatzrückgang zu kämpfen. Die Unternehmen könnten die Mitarbeiter nur an Bord halten, wenn die Arbeit bezahlbar bleibt und sich nicht, wie von der IG Metall vorgeschlagen, weiter verteuert, so ME Saar-Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.12.2020 berichtet

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