Sahra Wagenknecht hält eine Rede (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Welche Ziele verfolgt die Bewegung "#aufstehen"?

Carolin Dylla   04.09.2018 | 11:43 Uhr

In Berlin hat Sahra Wagenknecht am Dienstag offiziell ihre linke Sammlungsbewegung "#aufstehen" vorgestellt. In Saarbrücken hat der Fraktionschef der Linken im Landtag, Oskar Lafontaine, gestern noch einmal erklärt, weshalb die Bewegung aus seiner Sicht dringend nötig ist.

Eine Wiederbelebung des Sozialstaats als Mittel gegen den Rechtsruck – so will Oskar Lafontaine die linke Sammlungsbewegung verstanden wissen. Ein zentrales Ziel sei, der AfD politisch das Wasser abzugraben.

Video [aktueller bericht, 04.09.2018, Länge: 3:47 Min.]
Schaltgespräch mit Oskar Lafontaine zu #aufstehen

In der Landespressekonferenz sagte Lafontaine am Montag, die anfängliche Euphorie um die Kandidatur von Martin Schulz bei der letzten Bundestagswahl habe gezeigt, dass die Menschen eine andere Politik wollten. Im Moment gebe es im Bundestag aber keine Mehrheiten für linke Politik.

Video [aktueller bericht, 04.09.2018, Länge: 1:59 Min.]
Startschuss für linke Sammlungsbewegung #aufstehen

Andere Außenpolitik wird angestrebt

Interview: "Wir wollen eine demokratische Organisation, die breit aufgestellt ist"
Audio [SR 3, Interview: Gerd Heger, 04.09.2018, Länge: 03:45 Min.]
Interview: "Wir wollen eine demokratische Organisation, die breit aufgestellt ist"

Neben höheren Renten und besseren Sozialleistungen soll die Bewegung nach Aussage von Lafontaine auch für eine andere Außen- und Europapolitik stehen. Er warf den Grünen vor, eine reaktionäre und antieuropäische Politik zu betreiben – weil sie sich nicht darum bemühten, die deutsche Vormachtstellung in Europa zu beenden. Dass "#aufstehen" dabei ein von oben „verordneter“ Umbruch sei – gegründet von Politikern und Intellektuellen in der Bundespressekonferenz – kommentierte Lafontaine nur ausweichend.

weitere Informationen
Saar-Politiker kritisch bei Wagenknechts "Aufstehen" [06.08.2018]
Die von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine initiierte Sammlungsbewegung ist nach eigenen Angaben erfolgreich gestartet. Seit Samstag hätten sich 36.000 Menschen auf der Internetseite registriert. Grünen- und SPD-Politiker aus dem Saarland sehen die Bewegung allerdings eher kritisch.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 04.09.2018 berichtet.

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