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AStA fordert mehr Wohnraum für Studenten

  03.12.2018 | 12:39 Uhr

Der AStA der Universität des Saarlandes fordert, das Thema studentischen Wohnraum ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. Hintergrund ist eine neue Publikation des Deutschen Studentenwerks (DSW), wonach das Saarland bei der Unterbringungsquote im bundesweiten Vergleich die hinteren Plätze belegt.

Die Versorgung mit staatlich geförderten Wohnheimplätzen hinkt der Zahl von Studierenden stark hinterher. Das ist das Ergebnis der neuen Publikation des Deutschen Studentenwerks (DSW) „Wohnraum für Studierende. Statistische Übersicht 2018“. Betrug das Verhältnis zwischen Studierenden und dem geförderten Wohnheimplätzen im Jahr 2011 noch 11,24 Prozent, liegt die Unterbringungsquote laut DSW aktuell bei nur noch 9,6 Prozent.

„Im Saarland ist die Lage – wie schon seit Jahren – noch schlimmer“, fasst der AStA der Saar-Uni die Ergebnisse zusammen. Mit einer Quote von nur 7,26 Prozent belege das Land einen der letzten Plätze. Eine schlechtere Quote hätten nur noch die Stadtstaaten Berlin (5,9 Prozent) und Bremen (6,15 Prozent) sowie Schleswig-Holstein (6,19 Prozent) und Hessen (6,92 Prozent).

Höhere finanzielle Unterstützung gefordert

"Wir brauchen dringend neue Wohnheime – auch auf den beiden Campussen Saarbrücken und Homburg“, fordert der AStA-Vorsitzende Lukas Redemann. Durch die anstehende Kernsanierung des Wohnheim C in Homburg werde sich die Lage kurzzeitig sogar noch verschlimmern, weil die Studierenden dafür das Gebäude werden räumen müssen.

In Anbetracht der Wohnheimquote sei es zudem ein Skandal, dass nach der Schließung des Wohnheim D auf dem Campus in Saarbrücken immer noch keine Alternative geschaffen worden sei. Eine deutlich höhere finanzielle Unterstützung an das Studentenwerk bei Neubauten und Sanierungen wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, so der AStA.

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