Ein Student zeigt einen leeren Geldbeutel. (Foto: SR)

AStA kritisiert Überbrückungshilfen

  06.05.2021 | 21:00 Uhr

Die Überbrückungshilfen für Studierende im Saarland sind nach Ansicht des AStA zu niedrig. Sie bekommen höchstens 500 Euro pro Monat, und auch das nur unter Auflagen. Der AStA will stattdessen mehr Studierende in die Bafög-Förderung bringen.

Gemeinsam mit neun anderen Landesstudierendenvertretungen kritisiert der saarländische AStA die Überbrückungshilfen des Bundes. Studierende erhalten maximal 500 Euro pro Monat, und auch das nur, wenn sie weniger als 100 Euro auf dem Konto haben. Wer bereits mehr als 500 Euro besitzt, erhält gar keine Überbrückungshilfe.

Mehr Förderung, weniger Bürokratie

AStA-Vertreter Tim Wichmann fordert daher, die Hilfen in der jetzigen Form aufzuheben und zu überdenken – oder gleich das Bafög komplett neu zu regeln. Sein Vorschlag: „Alle, die jetzt antragsberechtigt werden, kommen einfach in die Standard-Bafög-Förderung rein. Dadurch muss kein Zusatz-Antrag gestellt werden."

Studierende, so Wichmann, sollten sich darauf konzentrieren, ihr Studium auf die Reihe zu bekommen. „Das sollte der Hauptfokus sein – nicht, dass man seinen Lebensunterhalt noch irgendwie managen muss und einen Riesen-Bürokratieaufwand hat.“

Wichmann: Reform wäre finanzierbar

Diese Reform sei auch finanzierbar, meint Wichmann. 2019 wurden 900 Millionen Euro aus dem Bafög-Topf nicht ausgeschöpft. Auf andere Absicherungen wie etwa Arbeitslosengeld hätten die meisten Studierenden – 93 Prozent sind Vollzeitstudierende – keinen Anspruch.

68 Prozent der Studierenden hatten nach AStA-Angaben vor Beginn der Pandemie einen Nebenjob. 86 Prozent von ihnen waren auf dieses Einkommen angewiesen. Schätzungen zufolge haben etwa die Hälfte der Studierenden ihren Job während der Pandemie verloren.

Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ vom 06.05.2021 berichtet.

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