Ein Rentner zählt sein Kleingeld am Eingang zu einem Einkaufsmarkt. (Foto: Imago Images/Future Image)

Armutskonferenz warnt vor wachsender Armut

  20.04.2021 | 07:57 Uhr

Die Saarländische Armutskonferenz warnt vor den Folgen der Corona-Pandemie für Menschen mit geringem Einkommen. Unterstützungsangebote fielen teilweise weg, zudem könnte die Armutsquote durch höhere Arbeitslosigkeit steigen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie treffen von Armut betroffene Menschen im Saarland derzeit besonders hart: Hilfseinrichtungen wie Kleider- und Möbelbörsen seien teils geschlossen oder arbeiteten nur eingeschränkt, sagte der Geschäftsführer der Saarländischen Armutskonferenz (SAK), Manfred Klasen. Außerdem falle zum Beispiel häufig in den Schulen das Essen für die Kinder weg.

Zusätzlich müssten die Betroffenen Geld für Corona-Hygienemaßnahmen ausgeben. Anfangs habe es dafür praktisch keine finanzielle Unterstützung gegeben.

Armutsquote bei 17 Prozent

Laut Klasen liegt die Armutsquote im Saarland zur Zeit bei 17 Prozent, bei Kindern und Jugendlichen sogar bei über 22 Prozent. Er schätze, dass die Quote im Zuge von höherer Arbeitslosigkeit und dem Wegfall von Minijobs steigen werde. Als arm gelten Personen laut Klasen, wenn sie im Monat weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 20.04.2021.

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