Darstellung des Siegerentwurfs für die Fechinger Talbrücke (Foto: Internationale Planungsgemeinschaft Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH (Frankfurt am Main)/Architekturbüro: DKFS Architects LTD (London))

So soll die neue Fechinger Talbrücke aussehen

  29.03.2019 | 17:00 Uhr

Die Planungen zum Neubau der Fechinger Talbrücke schreiten voran. Am Freitag wurde der Sieger des EU-weiten Architekten-Wettbewerbs verkündet.

Video [aktueller bericht, 29.03.2019, Länge: 6:33 Min.]
Nachrichten

In dem Wettbewerb setzte sich die internationale Planungsgemeinschaft Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH (Frankfurt am Main) / Architekturbüro DKFS Architects LTD (London) gegen sechs Mitbewerber durch. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger (CDU), bezeichnete den Siegerentwurf als "architektonischen Meilenstein".

Landschaftliche Einbindung ein wesentliches Kriterium

Der saarländische Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) betonte, dass die landschaftliche Einbindung des Brückenbaus ein wesentliches Kriterium gewesen sei. "Der Wettbewerbssieger hat alle Vorgaben der Ausschreibung überzeugend erfüllt", so Barke.

Der Neubau greife die Idee des baulichen Erbes auf und strukturiere das Tal. Durch die Zwillingsstützen werde nicht nur Transparenz, sondern auch eine klare Tragstruktur erreicht. Zudem sei die Bauweise wartungsfreundlich und dauerhaft.

Alte Brücke überraschend gesperrt

Die ursprüngliche Brücke aus den 60er Jahren war im März 2016 wegen massiver statischer Defizite überraschend gesperrt worden. Es bestand die Gefahr, dass die Pfeiler plötzlich versagen konnten. Zunächst wurde die Brücke nur für Pkw wieder freigegeben und, nachdem die Pfeiler verstärkt worden waren, auch für den Lkw-Verkehr. Der Schwerverkehr über 40 Tonnen darf die Brücke aber weiterhin nicht befahren.

Baubeginn für die neue Brücke soll 2024 sein. Die Kosten trägt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums der Bund. Zuletzt waren rund 126 Millionen Euro für den Ersatzneubau veranschlagt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 29.03.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen