Die Pfeiler der Fechinger Talbrücke (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Architektenwettbewerb für Talbrücke geplant

Uli Hauck / Onlinefassung: Thomas Braun   10.01.2018 | 12:57 Uhr

Seit November des letzten Jahres ist klar, dass der Neubau der Fechinger Talbrücke teurer wird. Statt 80 Millionen soll die Brücke nun geschätzte 126 Millionen Euro kosten. Heute hat sich der Verkehrsausschuss des Landtages mit dem Thema beschäftigt.

Der Bund, der die Baukosten für die Autobahnbrücke übernimmt, hat seine Zustimmung für den 126-Millionen-Bau gegeben. Das Land trägt die Planungskosten, derzeit wird mit rund zehn bis zwölf Millionen Euro gerechnet. Bislang wurden die Kosten allerdings nur geschätzt, noch nicht genau berechnet - die insgesamt 126 Millionen Euro könnten also noch steigen. Davon geht auch Linkenchef Jochen Flackus aus, zumal die Brücke erst 2030 fertig sein wird.

Dass es entgegen der ursprünglichen Planung von 80 Millionen Euro überhaupt so teuer wird, liegt auch daran, dass Bund und Land eine architektonisch ansprechende Brücke bauen wollen. Wie die Brücke am Ende aussehen wird, ist noch völlig offen. Ein Ingenieurs- und Architekturwettbewerb soll bis Anfang 2019 eine ansprechende Brückenlösung bringen.

Kein 08/15-Bau als Ersatz für die Fechinger Talbrücke
Audio [SR 2, Uli Hauck, 10.01.2018, Länge: 02:01 Min.]
Kein 08/15-Bau als Ersatz für die Fechinger Talbrücke

Darf alte Brücke abgerissen werden?

Zuvor muss allerdings noch die Denkmalschutzfrage gelöst werden. Noch ist nicht endgültig entschieden, ob die bestehende Brücke überhaupt abgerissen werden darf. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Peter Strobel von der CDU, geht aber davon aus, dass es eine Abbruch-Genehmigung geben wird. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.

Während der jahrelangen Bauphase ist geplant, die alte Brücke weiter zu nutzen. Es soll nur zu kurzfristigen Sperrungen kommen. Eine Umleitung wie 2016 über den Flughafen und Saarbrücken-Scheidt wird es wohl nicht geben.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 10.01.2018 berichtet.