Eingang zu Agentur für Arbeit und Jobcenter (Foto: dpa/Jan Woitas)

Leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit

Sarah Sassou   29.08.2019 | 09:55 Uhr

Im Saarland ist im August die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland sind in diesem Monat 34.000 Menschen ohne Arbeit gemeldet. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent.

An der Saar waren im August 200 Menschen weniger arbeitslos als noch im Vormonat. Das hat die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland so erwartet. Denn viele junge Menschen hätten sich nach der abgeschlossenen Ausbildung zunächst arbeitslos gemeldet, dann aber eine Stelle gefunden. Allerdings ist der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich schwächer: aktuell sind 1600 Saarländer mehr arbeitslos als noch im August 2018.

Video [aktueller bericht, 29.08.2019, Länge: 2:24 Min.]
Der Arbeitsmarkt im August

Die Regionaldirektion geht davon aus, dass sich der Trend im Saarland fortsetzt:  Es würden immer weniger freie Stellen gemeldet, auch die Zahl der Zeitarbeiter gehe zurück. Außerdem würden sich immer mehr Unternehmen über Kurzarbeit informieren.

2,319 Mio. Arbeitslose in Deutschland

Bundesweit sind derzeit rund 2,319 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 44.000 mehr als im Juli und 31.000 weniger als vor einem Jahr. Die Quote liegt derzeit bei 5,1 Prozent.

Noch 1700 freie Lehrstellen

Ausbildung - grenzüberschreitend
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 29.08.2019, Länge: 02:40 Min.]
Ausbildung - grenzüberschreitend

Gut sieht es dagegen bei den freien Lehrstellen aus: Den Angaben zufolge sind im Saarland noch 1700 Ausbildungsplätze unbesetzt – vor allem in kaufmännischen Berufen und im Handel. Wer sich jetzt bei der Agentur für Arbeit melde, habe gute Aussichten, in eine Lehrstelle vermittelt zu werden.

In diesem Jahr haben außerdem 20 junge Menschen eine grenzüberschreitende Ausbildung begonnen. Nach Angaben der Regionaldirektion ist das der höchste Stand seit Beginn des Programms vor fünf Jahren. Die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz, sagte, in erster Linie würden Franzosen eine grenzüberschreitende Ausbildung absolvieren, d.h. sie lernen die Praxis in einem deutschen Betrieb und besuchen eine französische Berufsschule. Dieses Jahr nehme nur ein Deutscher teil.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.08.2019 berichtet.

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