Kleine Plastikfiguren vor dem Logo der Arbeitsagentur (Foto: (c) dpa)

Mehr Arbeitslose im Saarland

  30.01.2020 | 10:38 Uhr

Im Saarland ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar gestiegen. Insgesamt waren im Januar 2200 mehr Menschen arbeitslos gemeldet als noch im Dezember. Gleichzeitig ging auch die Nachfrage an Arbeitskräften zurück.

Rund 35.200 Menschen waren nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit im Saarland im Januar arbeitslos gemeldet. Das sind 2200 Arbeitslose mehr als noch im Dezember 2019. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um rund 2200, das entspricht 6,7 Prozent. Im Januar 2019 waren demnach rund 33.000 Menschen arbeitslos gemeldet.

Video [aktueller bericht, 30.01.2020, ab Minute 14:24]
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Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, lag demnach bei 6,6 Prozent. Im Dezember vergangenen Jahres und im Januar 2019 lag sie hingegen noch bei 6,2 Prozent.

Betrachtet man hingegen auch die Menschen, die beispielsweise an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt werden, liegt die Zahl deutlich höher. Diese sogenannte Unterbeschäftigung betraf im Januar rund 50.000 Menschen, 1400 mehr als im Vorjahr.

Entwicklung des Arbeitsmarkts unklar

Die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, sieht in dem Anstieg der Arbeitslosigkeit eine saisonbedingt typische Entwicklung. Vor allem in den Bauberufen gebe es witterungsbedingt weniger zu tun, außerdem liefen zum Jahresende üblicherweise viele Verträge aus.

Dass im Vergleich zum Vorjahresmonat allerdings auch mehr Menschen ohne Beschäftigung waren, bewertet sie zugleich als Auswirkung einer konjunkturellen Eintrübung. Wie sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2020 entwickele, sei derzeit noch schwierig einzuschätzen.

Schulz verwies ebenfalls darauf, dass deutlich weniger Stellen angeboten würden. Im Januar waren nach Informationen der Regionaldirektion 8300 Arbeitsstellen gemeldet, 650 weniger als noch vor einem Jahr. Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften gab es demnach im Bereich der Zeitarbeit sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.  

Mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist hingegen nach den letzten verfügbaren Daten leicht gestiegen. Im November 2019 gab es rund 396.500 Beschäftigte – also 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Trend zeigt sich auch bundesweit. Dort lag die Beschäftigung sogar 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vor allem das Gesundheitswesen, die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie die öffentliche Verwaltung sorgten für einen Anstieg der Beschäftigung im Saarland. Im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeit ging die Zahl der Jobs hingegen zurück.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 30.01.2020 berichtet.

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