Ein Schild weist den Weg zur Agentur für Arbeit und das Jobcenter (Foto: dpa/Jan Woitas)

Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

  04.01.2019 | 10:17 Uhr

Zum Jahresende ist die Zahl der Arbeitslosen im Saarland leicht um 180 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt aber weiter bei 5,7 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,2 Prozent.

Im Dezember waren im Saarland 30.200 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. "Die Arbeitslosigkeit ist im letzten Monat des Jahres 2018 leicht gestiegen. Dieser Anstieg ist saisonbedingt. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil", sagte Walter Hüther von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin hoch, es seien viele offene Stellen gemeldet.

Video [aktueller bericht, 04.01.2019, Länge: 3:01 Min.]
Arbeitslosenzahl im Dezember gestiegen

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die beispielsweise an Arbeitsmarktmaßnahmen teilnehmen, ist im Vergleich zum November ebenfalls leicht auf 47.900 Personen gestiegen. Ein Jahr zuvor galten noch 51.000 Personen als unterbeschäftigt.

Regionale Unterschiede werden geringer

Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Audio [SR.de, (c) SR, 04.01.2019, Länge: 00:31 Min.]
Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit

Nach wie vor gibt es regionale Unterschiede bei der Arbeitslosigkeit. Mit 7,8 Prozent ist die Arbeitslosenquote im Regionalverband Saarbrücken saarlandweit am höchsten. Der Unterschied zu den anderen Landkreisen ist allerdings nicht mehr so hoch, wie noch ein Jahr zuvor. Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote im Kreis St. Wendel. Hier liegt sie bei 3,0 Prozent.

Arbeitslosigkeit höher als im Bundesschnitt

Glossar
Der Arbeitsmarkt: Was heißt was?
Arbeitslosenquote, Unterbeschäftigung und offene Stellen: Jeden Monat beugt sich die Wirtschaftswelt über die neuen Arbeitsmarkt-Zahlen. Regelmäßig fallen dabei Fachbegriffe, deren Unterscheidung mitunter im Detail liegt. Manchmal kann ein Begriff sogar zwei Bedeutungen haben. Eine Übersicht.

Deutschlandweit sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zu Dezember 2017 um 7,4 Prozent - und damit etwas stärker als im Saarland (7,0 Prozent). Mit 5,7 Prozent liegt die Arbeitslosenquote hier aktuell 0,8 Prozentpunkte höher als im Bundesschnitt.

Noch deutlicher ist der Unterschied bei der Unterbeschäftigungsquote. Sie liegt im Saarland bei 8,8 Prozent - und damit fast zwei Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Nur in Bremen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen ist die Quote höher. Die niedrigsten Unterbeschäftigungsquoten gibt es in Bayern und Baden-Württemberg.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 04.01.2019 berichtet.

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