Wirtschaftsprognose für das Saarland (Foto: Heitz/IHK)

Arbeitskammer rechnet mit schwacher Konjunktur

Magnus Neuschwander   31.12.2018 | 10:11 Uhr

Die Arbeitskammer rechnet für das Saarland mit einem schwachen Wirtschaftsjahr 2019. Nach der Prognose der Kammer wird vor allem das Wirtschaftswachstum auf niedrigem Niveau bleiben und das bundesweite Wachstum erneut deutlich unterschreiten.

Größtes Sorgenkind der Experten: Die saarländische Autoindustrie. Nicht nur der angekündigte Stellenabbau bei Ford und mögliche Effekte auf Zulieferer bereiten der Arbeitskammer Kopfzerbrechen. Auch Risiken wie der Dieselskandal, die Digitalisierung und die Umstellung auf die E-Mobilität seien große Herausforderungen. Umso mehr brauche das Saarland einen starken Binnenmotor, sagt Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer.

Weiterhin viele Jobs im Niedriglohnbereich

Otto warnt auch vor negativen Folgen für den Arbeitsmarkt, sollte die Konjunktur weiter verhalten bleiben. Prognosen rechnen demnach für nächstes Jahr mit nur einem Prozent mehr Beschäftigten - auch das ist weniger als im Bund. Und neue Jobs seien dabei auch nicht gleichbedeutend mit guter Arbeit, sagt die Arbeitskammer: Im Saarland sei noch immer gut jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte im Niedriglohnsektor beschäftigt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 31.12.2018 berichtet.

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