Ford Werk Saarlouis (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Arbeitskammer fordert Transformationsstrategie

Karin Mayer   21.06.2021 | 11:35 Uhr

Die Arbeitskammer fordert eine gemeinsame Transformationsstrategie für das Saarland. Im Bericht an die Landesregierung heißt es: Industriepolitik, Nachhaltigkeit, Wasserstoff und Digitalisierung müssten stärker gemeinsam mit sozialen Fragen betrachtet werden.

Die Corona-Pandemie trifft die Saar-Wirtschaft härter als im Bundesdurchschnitt. Wirtschaftsleistung, Exporte und Beschäftigung seien in der Region stärker eingebrochen, so die Arbeitskammer. Deshalb fordert die Kammer die Landesregierung auf, die ökologische und digitale Transformation im Land aktiv zu gestalten und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln.

Video [aktueller bericht, 21.06.2021, Länge: 2:47 Min.]
Jahresbericht der Arbeitskammer

Entwicklung von Zukunftsstrategien

Arbeitskammer-Vorstand Jörg Caspar sagte, Ziel müsse sein, Zukunftsstrategien für die tarifgebundenen Arbeitsplätze im Saarland zu entwickeln. In der Krise habe sich gezeigt, dass Beschäftigte in Handel und Gastgewerbe häufiger von Einkommens- und Jobverlust betroffen waren.

Arbeitskammer fordert Transformationsstrategie für die Saar-Wirtschaft
Audio [SR 3, Karin Mayer, 21.06.2021, Länge: 03:04 Min.]
Arbeitskammer fordert Transformationsstrategie für die Saar-Wirtschaft

Land braucht mehr Handlungsspielräume

Hauptgeschäftsführer Thomas Otto sprach sich für eine aktive Investitionspolitik aus. Die Pandemie habe gezeigt, dass staatliche Investitionen eine Krise lindern könnten. Das Saarland leide durch die Schuldenbremse unter einer selbst erzeugten Investitionslücke.

Künftig brauche das Land aber mehr Handlungsspielräume. Aus der Schuldenbremse müsse deshalb eine Goldene Regel werden, die Investitionen in der Niedrigzinsphase ermögliche.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.06.2021 berichtet.

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