Geldbörse mit Banknoten (Foto: picture alliance/Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa)

Arbeitskammer spricht sich für Corona-Elterngeld aus

Stephan Deppen   13.05.2020 | 06:48 Uhr

Die Arbeitskammer im Saarland fordert ein Corona-Elterngeld, um Familien zu unterstützen. Als Beispiel nannte die Arbeitskammer einen Lohnersatz von etwa zwei Dritteln des bisherigen Gehalts.

Viele Familien haben derzeit ein Problem: Die Eltern müssen oder möchten arbeiten, zuhause oder am Arbeitsplatz. Außerdem müssen sie ihre Kinder betreuen, weil Schulen und Kindertagesstätten nicht im üblichen Umfang geöffnet sind. Das schafft Probleme – überwiegend für Frauen, denn sie sind es, die nach Erhebungen der Hans-Böckler-Stiftung deutlich stärker als Männer in der Krise beruflich zurückstecken.

Alte Rollenbilder

Es werde also vielfach auf alte Rollenbilder zurückgegriffen, sagt die Arbeitskammer und warnt vor einer Rückkehr des traditionellen Ernährermodells. Deshalb fordert die Arbeitskammer ein Corona- Elterngeld. Verschiedene Lohnersatzmodelle könnten dazu beitragen, berufliche Einschränkungen wegen der notwendigen Kinderbetreuung finanziell abzufedern.

Das Corona-Elterngeld soll für die Zeit gezahlt werden, in denen Eltern die Kinderbetreuung selbst übernehmen und der Job bei bestehendem Kündigungsschutz ruht. Der Lohnersatz soll etwa zwei Drittel des bisherigen Gehalts betragen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 13.05.2020 berichtet.

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