Symbolbild: Illustration von Corona-Viren auf einer Saarlandkarte, Hintergrund: Laborsituation (Foto: Sebastian Knöbber/SR)

Saar-Wirtschaft von Corona-Krise stark betroffen

  18.11.2020 | 12:39 Uhr

Von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ist das Saarland nach Einschätzung der Arbeitskammer besonders stark betroffen. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt im Saarland in der ersten Jahreshälfte mit Minus 9,5 Prozent bundesweit am stärksten zurückgegangen.

Im gesamten Bundesgebiet gab es beim Bruttoinlandsprodukt ein Minus von 6,6 Prozent. Der Einbruch war also deutlich geringer als im eher industriell geprägten Saarland. Wie die Arbeitskammer weiter mitteilte, rettete der Einsatz von Kurzarbeit zwar viele Arbeitsplätze, die Beschäftigten müssten aber erhebliche Einkommensverluste hinnehmen.

Hohe Kurzarbeitsquote

Mit fast 21 Prozent weise das Saarland bundesweit die zweithöchste Kurzarbeitsquote auf. "Das Saarland liegt also weit vorne beim Einsatz der Kurzarbeit und damit auch entsprechend beim Rückgang der bezahlten Arbeitsstunden, so dass in Summe die Durchschnittsverdienste weit überdurchschnittlich gesunken sind", erklärt Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes. Bezogen auf das erste Halbjahr 2020 sanken die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste an der Saar um 3,5 Prozent, bundesweit nur um 1,1 Prozent.

Laut Arbeitskammer gibt es je nach Branche erhebliche Unterschiede bei den Corona-Folgen. Sie seien in Branchen mit vielen Niedriglohnbeschäftigten und prekären Arbeitsverhältnissen besonders gravierend.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 18.11.2020 berichtet.

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