ICE 3 der Deutschen Bahn (Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Wenig Zuwachs bei Fernverkehrsreisenden

  25.08.2019 | 12:04 Uhr

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Bahnreisenden im Fernverkehr im Saarland um 6,6 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Grünen-Bundestagsanfrage hervor. Damit bleibt das Saarland hinter dem Bundesdurchschnitt zurück, der bei 12,8 Prozent liegt.

Hintergrund für die unterdurchschnittlichen Entwicklung des Saarlandes ist für Tressel das eingeschränkte Angebot: "Wir brauchen ein besseres Fernverkehrsangebot, damit mehr Menschen umsteigen". In anderen Städten baue die Bahn ihr Fernverkehrsangebot deutlich aus, erhöhe Takte und verkürze Wartezeiten. In Saarbrücken und Homburg, den beiden saarländischen Fernverkehrsbahnhöfen, herrsche Stillstand: "Von fünf täglichen Zugpaaren zwischen Frankfurt, Saarbrücken und Paris sind gerade mal vier übrig geblieben. Sonstige Fernverkehrsverbindungen müssen mit der Lupe im Fahrplan gesucht werden."   

Saarland soll früher von Investitionen profitieren

Um auch für die Saarländer Anreize zu schaffen, auf die Bahn umzusteigen, müsse die für 2029 geplante Fernverkehrsstrategie auf 2024 vorgezogen werden: "Wir können nicht noch ein Jahrzehnt auf bessere Fernverkehrsverbindungen warten. Die neuen Verbindungen müssen spätestens 2024 aufs Gleis und dann in den Folgejahren weiter konsequent ausgebaut werden." Das Saarland müsse von den Investitionen der Bahn im zweistelligen Milliardenbereich früher profitieren.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 25.08.2019 berichtet.

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