Test auf Antikörper gegen das Coronavirus in einem Labor. (Foto: dpa/Sven Hoppe)

Auswahl für Antikörper-Studie nach Zufallsprinzip

  08.05.2020 | 17:22 Uhr

Zu der geplanten Antikörper-Studie im Saarland haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ministerpräsident Tobias Hans (beide CDU) am Freitag weitere Details präsentiert. Die Studie soll für eine repräsentative Datenbasis sorgen. Derzeit werden an der Homburger Uniklinik Antikörper-Tests überprüft.

In den nächsten Wochen soll das Blut von rund 2300 Saarländern im Rahmen einer groß angelegten Studie auf Antikörper untersucht werden - auch Kinder und Jugendliche. Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hat am Freitag darauf hingewiesen, dass so eine Studie nur repräsentativ ist, wenn die Probanden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt werden. Eine freiwillige Teilnahme sei deshalb nicht möglich.

Ziel: eine reelle Zahlenbasis

Laut Gesundheitsministerium wird die repräsentative Studie, wie bei ähnlichen Studien, auf Basis von Meldedaten durch das saarländische Krebsregister erstellt. Durch dieses Verfahren würden Verzerrungen vermieden. Außerdem werde die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich die getestete Gruppe nur wenig von der Gesamtbevölkerung unterscheidet. Das Ziel: eine reelle Zahlenbasis im Kampf gegen Corona zu schaffen.

Bundesgesundheitsminister Spahn sagte bei seinem Saarland-Besuch am Freitag, es gebe mittlerweile sehr gute und verlässliche Antikörpertests. Welche davon für die Untersuchung im Saarland zum Einsatz infrage kommen, wird derzeit an der Homburger Uniklinik getestet. Wichtig ist dabei eine möglichst geringe Fehlerquote.

Für die Teilnehmer der Studie ist der Antikörpertest ungefährlich. Ihnen wird nur einmal Blut aus einer Vene abgenommen.

Doch nicht nur im Saarland, auch bundesweit laufen nach den Worten von Gesundheitsminister Spahn Planungen für repräsentative Untersuchungen. Erste Ergebnisse sollen bis Ende Mai vorliegen.

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