Bilanz Drogentote (Foto: dpa)

Gewerkschaften wollen HIV-Daten weiter speichern

  11.12.2019 | 12:26 Uhr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) kritisieren die Forderung der Linksfraktion, den Hinweis "Ansteckungsgefahr" bei HIV-Patienten im polizeilichen System abzuschaffen. Der Abgeordnete Dennis Lander hatte die Speicherung als kontraproduktiv und diskriminierend bezeichnet.

Der Hinweis auf eine Ansteckungsgefahr ist nach Einschätzung der GdP für die Polizisten zur Eigensicherung elementar. Es stimme zwar, dass eine HIV-Behandlung die Ansteckungsgefahr minimiere. Jedoch sei die Behandlungstreue gerade im Drogenmilieu kaum bis gar nicht ausgeprägt, so der Landesvorsitzende David Maaß.

DPolG bezeichnet Vorwurf als überzogen

Auch der DPolG-Landesvorsitzende Sascha Alles wies die Linken-Forderung zurück. Den Vorwurf der Stigmatisierung von HIV-Patienten hält er für überzogen. "Diese Daten sind ausschließlich zum internen Gebrauch und dienen in erster Linie dem Schutz eingesetzter Kollegen und Kolleginnen", argumentiert Alles.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.12.2019 berichtet.

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