Ein Wohnhausdach mit Photovoltaik-Modulen bestückt (Foto: picture alliance/dpa | Caroline Seidel)

Saarland will Erneuerbare Energien stärker ausbauen

Yvonne Schleinhege   04.03.2022 | 14:56 Uhr

Die Landesregierung will den Anteil an Erneuerbaren Energien am saarländischen Stromverbrauch stärker ausbauen, als ursprünglich geplant. Hintergrund ist der Krieg in der Ukraine und seine Folgen für den Energiesektor. Denkbar seien unter anderem eine Photovoltaik-Pflicht auf Landesdächern sowie eine Förderung für Stromspeicher.

Angesichts des Ukraine-Krieges und der Folgen für den Energiesektor will die Landesregierung die Klimaschutzziele und Maßnahmen anpassen. So müssten die Erneuerbaren Energien massiv ausgebaut werden, heißt es in einem Papier aus dem Wirtschaftsministerium.

Konkret denkbar sei eine Photovoltaik-Pflicht auf Landesdächern, sowie auf gewerblichen Neubauten. Zudem müsse es mehr Anreize für private Haushalte geben, etwa durch eine Landesförderung für Stromspeicher.

Mindestens 50 Prozent Erneuerbare Energie bis 2030

Auch durch solche Maßnahmen soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am saarländischen Stromverbrauch nochmal gesteigert werden. Dafür müsse man nun alle Maßnahmen ausloten, um ein höheres Ausbauziel von mindestens 50 Prozent Erneuerbare Energie bis 2030 zu erreichen, sagte Wirtschaftsministerien Anke Rehlinger (SPD) im SR.

Im Energiefahrplan der Landesregierung aus dem vergangenen Jahr war als Ziel ausgegeben worden, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2030 auf 40 Prozent zu erhöhen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.03.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja