Sieben Personen sitzen an einem Küchentisch zusammen (Foto: IMAGO / Westend61)

Saarland weitet Kontaktbeschränkungen aus

  22.12.2021 | 12:22 Uhr

Der saarländische Ministerrat hat die Coronaverordnung im Saarland an die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens am Dienstag angepasst. Ab dem 28. Dezember gelten auch im Saarland Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene. Für Ungeimpfte ändern sich bereits vorher die Regeln.

Bund und Länder haben sich am Dienstag in ihren Beratungen auf neue Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie geeinigt. Diese treten ab dem 28. Dezember auch im Saarland in Kraft. Den Coronaverordnung hat der saarländische Ministerrat entsprechend angepasst.

Corona: Neue Verschärfungen treten ab dem 28. Dezember in Kraft
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 22.12.2021, Länge: 02:16 Min.]
Corona: Neue Verschärfungen treten ab dem 28. Dezember in Kraft

Weniger Kontakte für Geimpfte und Genesene

Für Geimpfte und Genesene sind dann private Treffen drinnen und draußen nur noch mit maximal zehn Personen möglich.

"Beschlüsse scheinen mir sehr sinnvoll zu sein"
Audio [SR 3, Interview: Janek Böffel / Martina Sester, 22.12.2021, Länge: 04:35 Min.]
"Beschlüsse scheinen mir sehr sinnvoll zu sein"

Für Ungeimpfte greifen bereits ab dem 23. Dezember andere Kontaktbeschränkungen. Sie können sich ab dann mit dem eigenen Haushalt und zwei weiteren Personen aus einem weiteren Haushalt treffen. Das gilt auch bei Treffen mit Geimpften und Genesenen. Zuvor konnten sie sich zusätzlich mit einer weiteren, nicht zum Haushalt gehördenden Person ohne 2G-Nachweis treffen.

Ausgenommen von den Kontaktbeschränkungen sind Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sowie Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder in den letzten drei Monaten aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden konnten.

Keine 2G-Nachweispflicht für minderjährige Schüler

Minderjährige Schülerinnen und Schüler mit einem aktullen Testnachweis sind von der Nachweispflicht in 2G- oder 2Gplus-Bereichen weiter ausgenommen. Auch Minderjährige, die das 14. Lebensjahr bereits vollendet haben, dürfen mit aktuellem Testnachweis an diesen Treffen in den 2G- oder 2G-plus-Bereichen teilnehmen.

Verbot für Tanz- und Großveranstaltungen

Clubs und Discos sind im Saarland bereits Ende November wieder geschlossen. Ab dem 28. Dezember können nun auch vergleichbare Tanzveranstaltungen nicht mehr stattfinden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 gleichzeitig anwesenden Teilnehmenden sind ebenfalls untersagt.

Für Hochschulen wird das 2G-Optionsmodell für Präsenzveranstaltungen ausgeweitet. Studierende ohne 2G-Nachweis muss die Teilnahme am Lehrbetrieb seitens der Hochschulen in digitaler Form ermöglicht werden.

Die Änderungen gelten vorerst bis 30. Dezember. Sie sollen jedoch nach Angaben der Staatskanzlei zwischen Weihachten und Neujahr angepasst oder ohne Änderungen bis zum 13. Januar 2022 verlängert werden.

Neue Regeln wegen Omikron

Omikron ändere die Spielregeln in der Pandemiebekämpfung, sagte Ministerpräsident Tobais Hans (CDU). Es brauche jetzt bundesweit einheitliche Regeln.

Das Saarland setze den Bund-Länder-Beschluss unverzüglich um. "Die Botschaft ist klar: Wir müssen dem Virus durch weniger Kontakte, zusätzliche Tests und mehr Impfungen das Futter nehmen", so Hans.

Eine schnelle und konsequente Umsetzung der Beschlüsse sichere eine bundeseinheitliche Linie, erklärte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Das Saarland gehe den Weg, den der Expertenrat empfohlen habe. "Omikron zwingt zu deutlich mehr Vorsicht und auch zur Zurückhaltung bei Kontakten."

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.12.2021 berichtet.

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