Warnstreik öffentlicher Dienst (Foto: SR/Karin Mayer)

Landesweiter Warnstreik im öffentlichen Dienst

Yvonne Schleinhege   23.11.2021 | 20:24 Uhr

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder hatten die Gewerkschaften am Dienstag zu einem landesweiten Warnstreik aufgerufen. Am Mittag gab es vor der Kongresshalle in Saarbrücken eine Kundgebung. Dazu waren etwa 500 Streikende gekommen.

Im Tarifkonflikt für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder hat es am Dienstag einen landesweiten Warnstreik im Saarland gegeben. Dazu aufgerufen haben unter anderem der Deutsche Beamtenbund (DBB), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi.

Angebot der Arbeitgeber steht noch aus

Viele Beschäftigte seien empört angesichts der "ignoranten Verweigerungshaltung" der Arbeitgeber, heißt es beim DBB Saar. Denn bisher haben die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt.

Ewald Linn, Beamtenbund und Tarifunion Saar sagte dem SR, man befürchte, dass man bei den Verhandlungen am Wochenende keine Einigung erziele. "Dann sind die Gewerkschaften gezwungen, in die Urabstimmung zu gehen. Und ich glaube, das können wir uns in dieser Situation nicht erlauben."

Die Gewerkschaften fordern unter anderem fünf Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro mehr pro Monat. Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen soll es mindestens 300 Euro mehr geben.

Gewerkschaften erhöhen Druck im Tarifkonflikt Öffentlicher Dienst
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 23.11.2021, Länge: 04:32 Min.]
Gewerkschaften erhöhen Druck im Tarifkonflikt Öffentlicher Dienst

500 Beschäftigte bei Demo

Vor der Kongresshalle in Saarbrücken wurde am Dienstagmittag eine Kundgebung veranstaltet. Dazu waren etwa 500 Streikende gekommen.

Am Warnstreik hatten sich unter anderen auch Beschäftigte der Uniklinik in Homburg beteiligt.

Gewerkschaften wollen Druck erhöhen

Es war nicht der erste Warnstreik im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder. Zuletzt hatten am vergangenen Dienstag rund 100 Beschäftigte der Homburger Uniklinik gestreikt. Dazu hatte die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.

Mit dem Warnstreik wollten die Gewerkschaften den Druck auf die Länder vor der nächsten Verhandlungsrunde erhöhen. Ab dem 27. November werden die Verhandlungen fortgesetzt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 23.11.2021 berichtet.

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