AnKER-Zentrum (Foto: Dylla Carolin/SR)

Abgeordnete wollen AnKER-Zentrum strenger kontrollieren

Carolin Dylla   13.02.2020 | 12:32 Uhr

Der Innenausschuss im Landtag will in Zukunft intensiver prüfen, wie das Gewaltschutzkonzept im sogenannten AnkER-Zentrum in Lebach umgesetzt wird. Das haben mehrere Ausschussmitglieder angekündigt. Hintergrund ist der schwere sexuelle Missbrauch eines dreijährigen Mädchens im Jahr 2018.

Egal ob sie den Regierungsparteien oder der Opposition angehören – in einem Punkt sind sich die Mitglieder des Innenausschusses nach der Sitzung am Donnerstag einig: Sie wollen in Zukunft stärker kontrollieren, ob und wie das Gewaltschutzkonzept für das sogenannte AnkER-Zentrum in Lebach umgesetzt wird.

Video [aktueller bericht, 13.02.2020, Länge: 3:24 Min.]
Strengere Kontrolle des AnkER-Zentrums

Aus Sicht der CDU bleibt es dabei: Der Missbrauchsfall im Sommer 2018 war ein Einzelfall. Dennoch wolle die CDU das Thema in regelmäßigen Abständen im Ausschuss noch einmal aufgreifen, so der Abgeordnete Raphael Schäfer. Schäfer betonte zugleich, dass er in puncto Umsetzung des Gewaltschutzkonzeptes volles Vertrauen in die Mitarbeiter der Einrichtung habe.

Linke fordert Abschaffung

Innenausschuss will Gewaltschutz-Kontrolle im AnkER-Zentrum
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 13.02.2020, Länge: 03:08 Min.]
Innenausschuss will Gewaltschutz-Kontrolle im AnkER-Zentrum

Petra Berg, die innenpolitische Sprecherin der SPD, kündigte an, sich künftig öfter vor Ort ein Bild zu machen und die Umsetzung des Konzepts mit den Sozialverbänden in der Einrichtung zu besprechen. Auch der Linken-Innenpolitiker Dennis Lander will das Kontrollrecht des Parlaments stärker in Anspruch nehmen. Grundsätzlich bleibe die Linke aber bei ihrer Forderung, das AnkER-Zentrum abzuschaffen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 13.02.2020.

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