Ein Mitarbeiter eines Unternehmens blickt auf das Testergebnis für einen Corona-Schnelltest (Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk)

Anfragenflut zu 3G am Arbeitsplatz

Karin Mayer     02.12.2021 | 07:00 Uhr

Die 3G-Vorschriften am Arbeitsplatz haben bei Betrieben und Beschäftigten zu viel Verunsicherung geführt. Bei der Arbeitskammer und der Industrie- und Handelskammer ist deshalb eine Flut von Anfragen eingegangen.

Nach Inkrafttreten des neuen Infektionsschutzgesetzes gilt 3G am Arbeitsplatz: Beschäftigte müssen geimpft, genesen oder getestet sein, wenn sie zur Arbeit kommen. Das klingt einfach, in der Praxis sind viele Betriebe und noch mehr Beschäftigte aber verunsichert. Bei der Arbeitskammer und der Industrie- und Handelskammer ist jedenfalls eine Flut von Anfragen eingegangen.

Große Unterschiede bei der Umsetzung

Ein Pflegedienst bestellt die Beschäftigten täglich 20 Minuten früher, damit vor Ort getestet werden kann. Die Arbeitszeit soll nicht bezahlt werden. Eine Arztpraxis will keine Tests für Mitarbeiter bezahlen – ob das korrekt ist, wollen die Beschäftigten dann bei der Arbeitskammer wissen.

Anfragenflut zu 3G am Arbeitsplatz
Audio [SR 3, Karin Mayer, 02.12.2021, Länge: 03:13 Min.]
Anfragenflut zu 3G am Arbeitsplatz

Geschäftsführerin Beatrice Zeiger sagte dem SR, viele Beschäftigte seien verunsichert. Zum einen setzten die Unternehmen die 3G-Kontrollen sehr unterschiedlich um. Zum anderen sei die Regelung kompliziert. Sie rät, den Impfstatus auf freiwilliger Basis abzufragen. Dann müssten wenige Beschäftigte getestet und kontrolliert werden.

Tests für Ungeimpfte keine Arbeitszeit

Bei der Industrie- und Handelskammer häufen sich ebenfalls die Nachfragen zu 3G am Arbeitsplatz. Unternehmen wollen beispielsweise wissen, ob die Regel auch im Freien auf Baustellen oder auf dem Betriebsgelände gilt.

Arbeitskammer und IHK betonen, dass Tests für Ungeimpfte nicht zur Arbeitszeit gehören. Betriebe müssen für die Mitarbeiter weiterhin zwei kostenlose Selbsttests pro Woche anbieten. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.12.2021 berichtet.

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