Amazon-Logo (Foto: picture alliance/Holger Hollemann/dpa)

Arbeiten für Amazon bei Metz ab Januar

Axel Wagner   21.12.2019 | 08:48 Uhr

Die Hauptarbeiten für das Amazon-Logistiklager auf dem Gelände des früheren Militärflugplatzes Metz-Frescaty sollen im Januar beginnen. Das sagte François Henrion, Bürgermeister von Augny und Vizepräsident von Metz Métropole, dem „Républicain Lorrain“.

Am Montag vergangener Woche hatte Metz Métropole das Grundstück offiziell verkauft. Amazon plant auf dem Gelände ein 50.000 Quadratmeter großes Gebäude, das Ende 2021 eröffnet werden soll. Danach soll das Lager mit seinen 60 Verladestellen von rund 350 Lkw pro Tag angefahren werden. Insgesamt umfasst das Amazon-Gelände 185.000 Quadratmeter, die Investition wird auf über 100 Millionen Euro geschätzt. Für das gesamte Gebiet, das rund 400 Hektar groß ist, wird mit insgesamt 3800 neuen Arbeitsplätzen gerechnet, 3000 davon bei Amazon.

Weitere Bereiche

Auf dem Gelände gibt es neben Amazon noch weitere Bereiche. Auf 60 Hektar soll ein Landwirtschaftsprojekt Agrobiopole angesiedelt werden. Der FC Metz hat auf 32 Hektar bereits ein Schulungszentrum gebaut. Jetzt sollen noch zwei Stadien mit Tribünen für 15.000 Sitzplätze für die Spiele der Damen- und der Reservemannschaft hinzukommen, außerdem eine Residenz für Spieler. Mehrere Sozial- und Pflegeeinrichtungen wollen sich ebenfalls in Frescaty niederlassen.

Um den Standort zu renaturieren, sollen 800 Bäume, 40.000 Stauden und 14.400 Quadratmeter Hecken gepflanzt werden. Außerdem soll auch der Bach Ramotte, der beim Bau des Flugplatzes vergraben wurde, wieder freigelegt werden.

Kritik von Bürgerinitiative

Kritik kommt weiterhin von der Bürgerinitiative „Riverains de Frescaty“. Sie kritisieren, ein solch großes Lager in der Nähe von Wohnhäusern mache in Zeiten der Klimakrise keinen Sinn. Außerdem schaffe der Onlinehändler vor allem schlecht bezahlte Jobs und zerstöre andernorts Arbeitsplätze.

Amazon hatte erst im Juli dieses Jahres ein Zustellzentrum in Woippy bei Metz eröffnet. Auf saarländischer Seite ist in Völklingen-Wehrden ein Logistikzentrum geplant, das Ende 2020 in Betrieb gehen soll.

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