Symbolbild: Wirtschaftsministerium (Foto: SR / Felix Schneider)

Fast alle Soforthilfe-Anträge bearbeitet

  20.04.2020 | 18:40 Uhr

Das saarländische Wirtschaftsministerium hat nach eigenen Angaben fast alle 13.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe bearbeitet. Über 90 Prozent der Antragsstellenden bekommen demnach Unterstützung. Bis das Geld an alle ausgezahlt ist, könne es jedoch noch etwas dauern.

Immer noch warten Kleinunternehmer auf die Soforthilfe
Audio [SR 3, Karin Mayer , 21.04.2020, Länge: 03:05 Min.]
Immer noch warten Kleinunternehmer auf die Soforthilfe

Seit dem 24. März haben rund 13.000 kleine und mittlere Unternehmen bei der saarländischen Landesregierung Corona-Soforthilfen beantragt. Diese sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums nun fast alle bearbeitet. "Über 12.000 Anträge konnten letztlich positiv beschieden werden", sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD).

Bis alle Antragsstellenden ihr Geld erhalten, könnten jedoch noch einige Tage vergehen. Etwa 80 Prozent der Gelder aus dem Landesprogramm gingen an Kleinunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten, der Rest an Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten.

Insgesamt zahlt das Land 55 Millionen Euro Corona-Soforthilfen. Zunächst waren 30 Millionen Euro vorgesehen. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte dem SR, er erwarte, dass der überwiegende Teil des Geldes über das Bundesprogramm ins Saarland zurückfließt.

Nachforschungen gegen Betrug bei Corona-Soforthilfen

Die Bearbeitung der Anträge hat länger gedauert als erwartet, weil nach SR-Informationen häufig Antragsunterlagen unvollständig eingereicht wurden. Vor dem Hintergrund der Betrugsmaschen in anderen Bundesländern, habe das Saarland Plausibilitätsprüfungen durchgeführt.

"Da wurde nachtelefoniert, nachträgliche Korrekturen angenommen und Nachreichungen eingefordert", sagte Rehlinger. Bei etwa 180 Anträgen warte das Wirtschaftsministerium noch auf nachträgliche Informationen.

Bundeshilfen für Kleinunternehmen können weiter über die Seite des Ministeriums beantragt werden, genauso wie das Landesprogramm "Mittelstandshilfe Corona" für Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 100 Beschäftigten.

Über dieses Thema haben die SR-Hörfunknachrichten am 20.04.2020 berichtet.

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