Ammar Alkassar (Foto: Imago/BeckerBredel)

Alkassar verklagt Landesregierung wegen Entlassung

Janek Böffel   23.09.2022 | 15:07 Uhr

Der frühere Innovationsbevollmächtigte Alkassar verklagt nach SR-Informationen die saarländische Landesregierung. Er will damit gegen seine Entlassung nach dem Regierungswechsel vorgehen. Dabei könnte es auch um ein mögliches Ruhegehalt gehen.

Ammar Alkassar war zum 1. August 2018 vom damaligen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) zum Bevollmächtigten für Innovation und Strategie ernannt worden, einem der mit mehr als 10.000 Euro monatlich höchstdotierten Beamtenposten im Land. Unmittelbar nach dem Regierungswechsel wurde er dann Ende April entlassen. Gegen diese Entlassung geht er nun vor dem Verwaltungsgericht vor.

Hintergrund möglicherweise Ruhegehalt

Dabei könnte es auch um ein mögliches Ruhegehalt gehen. Denn politischen Beamten steht nach mindestens fünf Jahren ein Ruhegehalt von mindestens 35 Prozent ihres vorherigen Verdienstes zu, in diesem Fall also rund 3500 Euro monatlich bis ans Lebensende. Darauf hat Alkassar aktuell kein Anrecht, da ihm zu den fünf Jahren laut SR-Informationen noch ein paar Monate fehlen.

Möglicherweise könnte er versuchen, diese Grenze mit der Klage gegen die Umstände seiner Entlassung doch noch zu erreichen und damit ruhegehaltsberechtigt zu sein. Wie aus Regierungskreisen zu hören ist, sehen sich die Juristen der Landesregierung aber im Recht. Alkassar selbst wollte sich auf SR-Anfrage nicht äußern.

Mitbegründer von Sirrix

Vor seiner Tätigkeit als Bevollmächtigter war Alkassar Mitbegründer der Uni-Ausgründung Sirrix, die 2015 für geschätzte 100 Millionen Euro an den Elektronikkonzern Rohde & Schwartz verkauft wurde. Deren Cybersicherheitssparte führte Alkassar dann mehrere Jahre als Vorstandschef.

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