Die Beschäftigten der Länder fordern sechs Prozent mehr Geld. (Foto: dpa/Bernd Wüstneck)

Erste Warnstreiks im öffentlichen Dienst

  30.01.2019 | 17:51 Uhr

Vor den nächsten Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder plant der Beamtenbund diese Woche mehrere Warnstreiks im Saarland. Am Mittwoch waren Mitarbeiter des St. Wendeler Finanzamtes zu einer "aktiven Mittagspause" aufgerufen.

Am Mittwochmittag haben sich die Beschäftigten des Finanzamts in St. Wendel am Schlossplatz in der Fußgängerzone getroffen. Für Donnerstag hat der Deutsche Beamtenbund dbb eine "aktive Mittagspause" der Beschäftigten von Polizei und Justizverwaltung angekündigt. Sie sollen auf dem Vorplatz des Innenministeriums in Saarbrücken zusammenkommen.

Bereits am Dienstag hatten dbb und Verdi Beschäftigte von Straßenmeistereien in Rohrbach und Dillingen zum Warnstreik aufgerufen.

Nächste Tarifrunde am 6. und 7. Februar

Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder werden am 6. und 7. Februar fortgesetzt. Dann findet die zweite Tarifrunde in Potsdam statt. Der dbb fordert sechs Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 200 Euro. In der ersten Verhandlungsrunde am 21. Januar hatten die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt. Im Saarland sind mehr als 48.000 Tarifbeschäftigte und Beamte betroffen.

Video [aktueller bericht, 29.01.2019, Länge: 2:53 Min.]
Erste Streikaktionen im öffentlichen Dienst

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 29.01.2019 berichtet.

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