Eine Person hält ein Holzkreuz in der Hand. (Foto: dpa/Matthias Schrader)

Bündnis fordert Aufnahme verfolgter Christen

  25.08.2020 | 18:15 Uhr

Das Aktionsbündnis für verfolgte Christen Saar fordert von der Landesregierung ein Landesaufnahmeprogramm für verfolgte Christen. In einem offenen Brief richtet sich das Bündnis unter anderem an Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).

Das Aktionsbündnis für verfolgte Christen Saar kritisiert die Landesregierung, dass nachdem das Saarland im vergangenen Jahr die Bitte des Assyrischen Kulturvereins zur Aufnahme von 400 verfolgten Christen aus Syrien abgelehnt und ein Bundesaufnahmeprogramm beim Bundesinnenministerium vorgeschlagen habe, bisher nichts geschehen sei.

Mangelnde Bereitschaft

Bis heute sei weder von Bund noch Land bekannt, "dass eine überzeugende Bereitschaft zur konkreten Mitwirkung bei der Lösung der humanitären Katastrophe bestehe", so das Bündnis, zu dem auch Vertreter der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Saar und des saarländischen Flüchtlingsrats gehören.

"Das unsägliche Leid und die Verfolgung der assyrischen Christen sowie der anderen Christen in Syrien bestehen jedoch weiterhin fort", erklärte das Bündnis.

Vorbild Brandenburg

Das Saarland würde nach Auskunft des Bündnisses mit einem Landesaufnahmeprogramm keinen Sonderweg beschreiten, sondern sich etwa am Beispiel Brandenburgs orientieren.

Jährlich sollen dort laut Koalitionsvertrag 200 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge zusätzlich aufgenommen werden, darunter auch explizit verfolgte Christen.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja